Chronik | Wien
20.07.2017

Aufbau der Beachvolleyball-WM: Sandmänner im Anrollen

Der WM-Aufbau läuft auf Hochtouren, 2500 Tonnen Sand werden angeliefert.

Fünf Stunden Schlaf. Mehr ist für Dominik Pitzl und sein Team derzeit nicht drin. Gilt es doch, in nur drei Wochen Wiens bis dato größten Centre Court (mit 10.000 Sitzplätzen) inklusive Nebenschauplätzen aufzubauen, und allzu viel Zeit bleibt nicht mehr. Kommenden Freitag um 10 Uhr steht das erste Spiel der Beachvolleyball-WM 2017 an.

Beim KURIER-Lokalaugenschein Mittwochvormittag sind gerade die ersten von 100 Lkw mit Sand im Anrollen.

2500 Tonnen davon werden auf der Donauinsel verteilt, knapp die Hälfte davon benötigt alleine der Centre Court. Und das darf nicht irgendein Sand sein. "Der Weltverband macht strenge Vorgaben, wie der beschaffen sein muss", meint Dominik Pitzl, der den technischen Aufbau des WM-Areals koordiniert. " Das betrifft vor allem die Körnung. Der Sand darf nicht zu viel Kalk enthalten, damit er nicht klumpt. Er darf nicht zu grob aber auch nicht zu fein sein." Der vom Weltverband in Kanada genehmigte Quarzsand wird in Melk abgebaut .

Während die Lkw-Fahrer den Sand ausschütten und verteilen, schrauben andere Mitarbeiter an der Tribüne, wieder andere bauen den VIP-Bereich auf.

Insgesamt sind bis 6. August 500 Mitarbeiter auf der Donauinsel im Einsatz. Erfahrung haben viele von ihnen bei den ebenfalls von Event-Guru Hannes Jagerhofer organisierten Grand-Slam-Events in Klagenfurt gesammelt. Dennoch stellt das Event in Wien eine besondere Herausforderung dar: In Klagenfurt wurde immer ein bestehender Sandplatz erweitert. In Wien wird der Centre Court komplett aus dem Boden gestampft. Deshalb wurde mit dem Aufbau auch unmittelbar nach dem Abbau des Donauinselfests Anfang Juli begonnen. Knapp wird es dennoch: "Ich schätze, wird werden in der Nacht auf Freitag fertig werden", meint Pitzl.

"Vielleicht auch in den frühen Morgenstunden." Anstrengend sei es schon, räumt der 25-Jährige ein. Spaß macht es trotzdem.

Das Strand-Dorf

Und Spaß soll ab 28. Juli auch bei den Besuchern im Vordergrund stehen. Neben den Matches im Centre Court, gibt es auf dem 85.000 Quadratmeter großen Areal unter anderem VIP-Bereiche, Public-Viewing-Möglichkeiten und ein "Beach Village" mit einer Wasserrutsche, einer Bossaball-Anlage (Ballsport auf Trampolins), einem Flying-Fox oder auch Österreichs größter mobilen Kletterwand, bei der am Finalwochenende eine Boulder-Meisterschaft stattfinden wird. Gäste können Stand-up-Paddling ausprobieren oder einen E-Bike-Parcour absolvieren.

Der Eintritt, betont Event-Sprecher Walter Delle Carth, sei frei.

"Wie in Klagenfurt gilt ,First come, first serve’. Zusätzlich gibt es dieInselpässe um 16 Euro pro Tag. Die garantieren Zutritt aufs Areal über die Fastlane – selbst wenn das Gelände voll sein sollte." Abgesehen von den VIP-Tickets können sich Besucher auch Sitzplätze für die Finalspiele sichern.

Schluss ist auf der Insel täglich um 23 Uhr. Wer weiterhin Strandfeeling schnuppern möchte – auf den warten verschiedene After-Partys in der Stadt.