Chronik | Wien 16.01.2012

Anna Netrebkos Juwelier ausgeraubt

Die Boutique Chopard wurde Montagfrüh zum Ziel von Einbrechern. Beute: Schmuck im Wert von 50.000 Euro.

Ein Security-Mitarbeiter stand Montagvormittag in der Schmuckboutique Chopard am Kohlmarkt 16 und musterte Hereinkommende mit strengem Blick. Doch die Diebe hielten sich nicht an die Öffnungszeiten des edlen Schmuckhändlers. Bereits in den frühen Morgenstunden brachen sie in das Geschäft ein und erbeuteten Schmuck im Wert von rund 50.000 Euro.

„Die beiden Täter waren mit Sturmhauben maskiert. Sie brachen gegen 6 Uhr Früh das Zylinderschloss der Eingangstür auf“, beschrieb Mario Hejl von der Wiener Polizei den Tathergang. Viel Glück hatten die Einbrecher aber nicht.

Da sofort der Alarm schrillte, blieben den Einbrechern rund 20 Sekunden Zeit, um sich an den Stücken in der Auslage zu bedienen. Mehrere Armbanduhren konnten sie erbeuten. „Die Top-Kollektionen haben wir ohnehin nicht in der Nachtauslage liegen“, sagte Silke Sautter von Chopard. Die Ballsaison ist also nicht gefährdet.

Promi-Kunden

Denn neben Anna Netrebko zählen auch Jose Carreras und der ehemalige Rennfahrer Jacky Ickx zu den Stammkunden des Geschäftes am Kohlmarkt. Auch bei der Golden-Globe-Verleihung (siehe Bericht Seite 22) trugen zahlreiche Stars Schmuck von Chopard.

Bereits vor einigen Jahren ist das Geschäft am Kohlmarkt – erfolglos – zum Ziel von Einbrechern geworden. Die Täter konnten die Türe damals nicht aufbrechen. An eine Aufrüstung der Sicherheitsanlagen denkt man bei Chopard einstweilen nicht: „Unsere Sicherheitstechnik ist auf dem neuesten Stand. Die Alarmanlage ist ja auch sofort losgegangen“, sagte Sautter zum KURIER.

Eine heiße Spur zu den Tätern gibt es unterdessen noch nicht. Aufgrund der Einbruchsspuren, die keine sichtbaren Schäden an der Boutique hinterlassen haben, geht die Polizei von einer professionellen Bande aus. Noch ist unklar, ob sie auch für weitere Einbrüche auf Juweliergeschäfte verantwortlich ist. Diese haben sich in den vergangenen Monaten gehäuft. Der Security-Mitarbeiter bewacht unterdessen weiter das Schmuckgeschäft. „Ohne Bewachung geht es in Schmuckgeschäften einfach nicht mehr“, sagt Sautter.

( Kurier ) Erstellt am 16.01.2012