Chronik | Wien
29.03.2017

Anklage fertig: Afghane wollte mit 14 Frauen Sex erzwingen

Ein Asylwerber lauerte nachts in Wien-Favoriten Frauen auf und soll dabei immer nach dem selben Schema vorgegangen sein.

Eine Frau sprühte ihn mit ihrem Pfefferspray an und konnte seinen Angriff damit abwehren. Eine andere schlug ihn in die Flucht, indem sie zu schreien anfing. Von einer dritten ließ er ab, als er in ihrer Hand das Handy bemerkte, mit dem sie die Polizei alarmieren wollte. Und eine vierte Frau verpasste dem mutmaßlichen Sex-Täter sogar einen kräftigen Fußtritt, woraufhin er eiligst das Weite suchte.

Insgesamt 14 Frauen im Alter zwischen 18 und 36 Jahren soll der Afghane Imran S. von November 2016 bis Februar 2017 rund um den Reumannplatz in Wien-Favoriten attackiert haben. Fünf von ihnen nötigte er laut der soeben fertig gestellten Anklage, die dem KURIER vorliegt, zur Duldung einer geschlechtlichen Handlung, bei neun Opfern ist es beim Versuch geblieben.

Der 25-jährige Asylwerber soll immer nach dem selben Schema vorgegangen sein. Er lauerte in den Abend- und Nachtstunden seinen Opfern auf, schlich sich von hinten an, umklammerte die Frauen, hob sie in die Höhe und deutete mit Stoßbewegungen sexuelle Handlungen an. Dabei griff er den Frauen auf die Brüste und in den Intimbereich.

Observationen

In Favoriten waren die sexuellen Übergriffe Tagesgespräch und sorgten für Verunsicherung. Die Polizei konnte dank Überwachungskameras Lichtbilder des mutmaßlichen Täters sicherstellen. An den bekannten Tatorten wurden mehrere Nächte hindurch Observationen durchgeführt. Am 20. Februar konnte Imran S. festgenommen werden, seither sitzt der Afghane in U-Haft. Der 25-jährige ist großteils geständig. Es tue ihm leid, viel mehr ist vorerst nicht aus ihm herauszubringen.

Dem Mann drohen bis zu fünf Jahre Haft, ein Prozesstermin steht noch nicht fest.