Seit Dienstag stehen auf dem Gelände vor dem Schloss Schönbrunn drei massive Stahlpfeiler mit schwerem Standbein.

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Nach Berlin-Anschlag
12/21/2016

Adventmarkt Schönbrunn: Stahlpfeiler für Sicherheit

Drei Pflöcke in Schönbrunn. Polizei berät über weitere Maßnahmen.

von Anna-Maria Bauer

Der Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt in Berlin hat Auswirkungen auf die Betreiber der Wiener Christkindlmärkte.

So wurden auf dem Adventmarkt vor dem Schloss Schönbrunn bereits am Dienstag, schützende Stahlpfeiler aufgestellt. Und zwar jeweils einer an den drei Eingangsbereichen. Die 40 Zentimeter dicken Säulen mit einem massiven Standfuß waren genau für solche Vorfälle angeschafft worden und kommen nun erstmals zum Einsatz. Das berichtet Herbert Polsterer, stv. Direktor der Schloß Schönbrunn Kultur- und BetriebsgesmbH, dem KURIER. Zusätzlich wurde das Sicherheitspersonal am Markt sowie die Einfahrt-Kontrollen zum Schlossgelände verstärkt.

Karlsplatz

Auch am Kunst- und Handwerksmarkt am Karlsplatz wurde das Securitypersonal aufgestockt, sagt Veranstalter Karl Trabe. Da sich der Markt in einer Parkanlage befinde, bilden hier die natürlichen Gegebenheiten einen zusätzlichen Schutz.

Zudem hat natürlich auch die Wiener Polizei die Präsenz ihrer Beamten an neuralgischen Stellen verstärkt.

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Sondersitzung

Mittwochvormittag fand zudem eine Sitzung der Wiener Polizei mit der Veranstaltungsbehörde und dem Verfassungsschutz statt. Dabei wurde besprochen, welche weiteren Sicherheitsmaßnahmen getroffen werden müssen. Die Entscheidung soll am Nachmittag bekannt gegeben werden.

Polizeisprecher Patrick Maierhofer hatte in derZIB 2am Dienstag bekannt gegeben, dass am Mittwoch "an exponierten Stellen Betonblöcke aufgestellt" werden, um einen Anschlag wie in Berlin zu verhindern.

Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) betonte in der Sendung auch, dass "man die Sicherheit mit Betonblöcken, aber auch mit Kameras und anderem Maßnahmen erhöhen" könne.

Seitens der Landespolizeidirektion wurde generell betont, dass es keinen Grund gebe, Weihnachtsmärkte zu meiden. Maierhofer: "Man soll sich nicht vom Terror einschränken lassen."

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