Ein Parktag in der Wipark-Garage beim Westbahnhof kostet satte 37 Euro.

© KURIER/Gilbert Novy

Kritik
08/31/2014

70 Euro für zwei Tage Parken

Kunden der Wipark-Garage am Westbahnhof ärgern sich über Info-Politik.

Über "pure Täuschung" und "Kundennepp" ärgert sich so mancher Pendler in der Park&Ride-Anlage am Westbahnhof. Geworben wird dort mit günstigem Parken für Kunden der ÖBB – doch findet man beim Einfahren in die Garage keinerlei Informationen über die Rabatt-Modalitäten. So kann es passieren, dass für zwei Tage Parken satte 70 Euro zu löhnen sind.

Zwar können sich Fahrgäste an den Schaltern des Westbahnhofs ein kostenloses "Park & Rail"-Ticket besorgen, das nach dem Parkticket in den Kassenautomaten gesteckt für einen Rabatt sorgt. Dann kostet der Parktag nur 20,80 Euro. Doch das muss man erst einmal wissen. Mit Hinweisen hält man sich seitens des Parkhausbetreibers Wipark aber nobel zurück.

Obwohl am Westbahnhof viele Pendler unterwegs sind, kostet ein Parktag dort 37€. Danach zahlt man für jede Stunde 3,70€, nach zehn Stunden weitere 37€. So kann es passieren, dass man für eineinhalb Tage um die 70€ bezahlen muss.

Wipark, die auch für die Parkanlage am Westbahnhof verantwortlich sind, konnten bisher kein Statement abgeben. Wer bei Wipark ebenfalls wegen unzureichender Information zur Kasse gebeten wurde, kann sich an den KURIER wenden.

Wer in Wien sein Auto abstellen will, muss teilweise mit sehr hohen Preisen rechnen. 35 bis 48 Euro am Tag zahlt man etwa in einer Tiefgarage im 1. Bezirk. "Das sind Kurzparkpreise, der Tageshöchstpreis liegt bei acht Stunden", sagt Helmut Sartorius, Direktor der Firma "Breiteneder Immobilien Parking". Dass die Preise in der Innenstadt so hoch sind, liege an den Personal-, Errichtungs- und Erhaltungskosten.

Je näher man dem Stadtrand kommt, desto günstiger werden die Parkplätze. So kostet etwa ein Tagesticket in einer Garage bei der Mariahilfer Straße 19,60 und am Reumannplatz 12,60 Euro.

Park & Ride

Anders ist die Situation bei Park+Ride-Anlagen. Diese bekommen finanzielle Unterstützung von der Stadt Wien. "Dort ist das Parken günstiger, weil wir als Betreiber für diese Anlagen durchaus Förderungen erhalten", erklärt Christian Lauder von "Apcoa". Einmal mehr im Vorteil sind hier die Öffi-Benutzer. Wer eine Wochen-, Monats- oder Jahreskarte der Wiener Linien oder des VOR besitzt, zahlt weniger.

(Autorin: Bernadette Redl)

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