Chronik | Wien
17.03.2018

40 Prozent der Mautsünder sind Deutsche

188.965 Strafen wurden insgesamt vergangenes Jahr ausgestellt.

"Ich habe nichts von der Vignettenpflicht in Österreich gewusst", "Ich muss doch nur schnell ins Krankenhaus", "Das ist gar nicht mein Auto" , oder auch: "Der Hund hat die Vignette erwischt und zerstört." Die Ausreden der Mautsünder, mit denen die Asfinag konfrontiert wird, sind äußerst vielseitig (Ein Zehn-Tages-Ticket kostet übrigens neun Euro).

Insgesamt wurden vergangenes Jahr jedenfalls 188.965 Strafen wegen fehlender Autobahnvignetten verhängt. Rund 40 Prozent – also 80.000 Ahndungen – gingen dabei an deutsche Autofahrer. Wer ohne Pickerl erwischt wird, muss 240 Euro Strafe zahlen.

Seit Jahresbeginn sind die Zehn-Tages-, die Zwei-Monats- und die Jahres-Autobahnvignetten dabei nicht nur als Klebevignette, sondern auch in digitaler Form erhältlich.

Ein Service, der gut angenommen wird: Seit Dezember 2017 hat die Asfinag 3,7 Millionen Jahresvignetten verkauft – mehr als 1,2 Millionen davon waren digitale Vignetten. Damit ist jede dritte Jahresvignette bereits nicht mehr analog.

Beim Zeitpunkt des Kaufs gilt es allerdings aufzupassen. Denn die digitale Vignette ist erst 18 Tage nach dem Kauf gültig. Grund ist ein 14-tägiges Rücktrittsrecht für Konsumenten.

Ab Mitte des Jahres soll die digitale Vignette aber zusätzlich und mit sofortiger Wirkung in Trafiken oder Tankstellen gekauft werden können.