3000 Autofahrer blockierten die Öffis

Ein Falschparker in der Kreuzgasse blockiert eine …
Foto: Wiener Linien Ein Falschparker in der Kreuzgasse blockiert eine Straßenbahn.

Acht Mal täglich sorgten Falschparker im Schnitt für längere Verzögerungen.

In der Nacht auf Montag kam es zu einem der jüngsten Vorfälle: Weil sich ein Pkw-Lenker in der Favoritenstraße nicht ideal in eine Parklücke gestellt hatte, konnte der N66 nicht vorbeifahren. Die Nightline musste eine halbe Stunde warten, bis das Auto abgeschleppt wurde.

Im vergangenen Jahr wurden rund 3000 solcher Fälle gezählt. Damit wurden pro Tag im Schnitt acht Falschparker abgeschleppt. Im Vergleich zum Jahr davor gab es somit einen erheblichen Anstieg: 2016 wurden "nur" 2300 Lenker erwischt, die ihr Fahrzeug so abgestellt hatten, dass Bus oder Bim behindert wurden. Laut Wiener Linien sorgen derlei Vorfälle für Verzögerungen von bis zu 40 Minuten.

Das Blockieren der Öffis kommt die Verursacher aber auch teuer: Denn neben einer Verwaltungsstrafe müssen sie die Kosten für einen Feuerwehreinsatz oder für das Abschleppen durch die MA 48 bezahlen. Das Abschleppen der Fahrzeuge erledigt nämlich entweder die Berufsfeuerwehr oder die MA 48 – die Feuerwehr wird meist bei Notfällen gerufen. Außerdem müssen Falschparker auch die Überstunden der Wiener-Linien-Mitarbeiter bezahlen. Insgesamt droht also eine Geldstrafe von mehreren Hundert Euro.

(kurier) Erstellt am
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