Chronik | Wien
02.10.2017

210.000 Euro Schaden: 1125 Kellereinbrüche geklärt

Der Haupttäter soll 5000 Euro pro Monat lukriert haben.

Dem Landeskriminalamt Wien ist die Klärung einer riesigen Serie gewerbsmäßiger Kellereinbrüchen gelungen.

Im März kam es in Favoriten zu einer Serie von Kellereinbrüchen. Im April wurde auf einem Online-Portal gestohlenes Werkzeug angeboten. Zwischenhändler, an die das Diebesgut – Werkzeuge, Alkoholika und Waschmittel – verkauft wurde, gaben erste Hinweise.

Am 15. Juli wurde ein 34-Jähriger festgenommen und auf freiem Fuß angezeigt. Bei der Auswertung seiner DNA-Spuren stellte sich heraus, dass diese mit zahlreichen Tatortspuren übereinstimmten. Observationen führten schließlich am 30. August zum Erfolg: Der 34-Jährige und ein weiterer Mann (55) wurden bei Kellereinbrüchen in der Großfeldsiedlung ertappt. Bei Hausdurchsuchungen wurde Diebesgut sichergestellt. Bei den Einvernahmen wurde ein dritter mutmaßlicher Täter, der an zahlreichen Tatorten Spuren hinterlassen hatte, ausgeforscht . Der 28-Jährige wurde in seiner Wohnung festgenommen.

Der 34-jährige Haupttäter erwirtschaftete laut Polizei durch die Einbrüche und Verkäufe des Diebesguts ein monatliches Einkommen von 2000 bis 5000 Euro. Der Bande konnten die Ermittler bisher 1125 Einbrüche mit mehr als 210.000 Euro Schaden zuordnen. Alle drei Tatverdächtigen sind in U-Haft.