15.000 wie bei Facebook angemeldet waren es nicht, 1000 Menschen kamen aber.

© Kurier/Juerg Christandl

Schottentor
12/01/2015

1000 Partygäste feierten eine Rolltreppe

Internet-Hype: Wiedereröffnung einer Rolltreppe sorgte für Ansturm. U2-Station Schottentor gesperrt.

Was als Satire begann, wurde am Dienstag bei der U-Bahn-Station Schottentor real: Anders als über Facebook angemeldet, kamen nicht 15.000 Menschen zur „Eröffnung“ der Rolltreppe in Richtung Liechtensteinstraße. Aber an die 1000 waren es doch - das bestätigte auch die Polizei. Die Wiener Linien schätzten eher zurückhaltend: "Es sind 200 bis 300 Leute gekommen". Der ursprüngliche Anlass des Events war, dass sich besagte Rolltreppe ein Jahr lang in Reparatur befand.

"Roll Treppe"

Skandiert wurde der Spruch: „Roll Treppe, Roll Treppe“. Die Wiener Linien verteilten Schokolade und der Organisator der Party, ein gewisser "Herr Winer", durfte mit einer Erstfahrt die Rolltreppe einweihen. Viele lockten wohl auch die „Aftershow-Partys“, mit denen Clubs in der Umgebung des Schottentors warben.

Auf eine richtige Party mussten die Besucher des Events nämlich verzichten, wie Wiener Linien-Sprecher Dominik Gries schon vorab wissen ließ: „Wir haben nichts aufgebaut, es gibt keine Discokugel oder andere Party-Utensilien. Unsere Mitarbeiter werden das Geschehen beobachten.“ Aber: „Vielleicht werden wir ja einen Gag organisieren.“ Dieser kam offenbar in Form von Schokolade. Und der Standardspruch „Ein kleiner Schritt für uns, ein großer für die Menschheit“ durfte natürlich auch nicht fehlen. Salbungsvoll formulierte es der Organisator: "Die Rolltreppe ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen."

Auf den abendlichen Öffi-Verkehr wirkte sich die Veranstaltung auch aus. Am Schottentor hielten die U-Bahn-Züge zeitweise nicht. "Aus Sicherheitsgründen", sagte ein Sprecher. Die Menschenmenge versperrte einen der Ausgänge.

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