Wien ist zweitgrößte deutschsprachige Stadt

© WienTourismus/Maxum

Wien ist zweitgrößte deutschsprachige Stadt
07/20/2013

Wien ist zweitgrößte deutschsprachige Stadt

Die österreichische Hauptstadt hat Hamburg überholt - nur in Berlin leben noch mehr Menschen.

Es sind nur 7000 Menschen, die den Unterschied machen: Wien hat Hamburg als zweitgrößte deutschsprachige Metropole abgelöst. Mit 1,741.246 Einwohnern liegt Wien vor der Hansestadt und muss sich nur mehr der deutschen Hauptstadt Berlin geschlagen geben; dort wohnen knapp 3,5 Millionen Menschen. In Hamburg wurde die Bevölkerung zuletzt am 31. Dezember 2012 mit insgesamt 1.734.272 Bewohnern erfasst.

Ein Plus in der Größe von Linz

"Wien wächst seit Jahren mit enormen Raten", sagte Klemens Himpele, Abteilungsleiter der MA23 - Wirtschaft, Arbeit und Statistik. "Seit dem Jahr 2000 haben wir fast 200.000 Einwohnerinnen und Einwohner hinzugewonnen - das entspricht der Einwohnerschaft von Linz."

Die Statistik Austria geht davon aus, dass Wien auch in den nächsten Jahrzehnten zu jenen Regionen Österreichs gehören wird, die einen hohen Bevölkerungszuwachs verzeichnen. Die Einwohnerzahl könnte bis 2033 auf über zwei Millionen steigen. Innerhalb der Europäischen Union gehöre Wien damit zu den am schnellsten wachsenden Städten.

Österreich wächst wieder stärker - dank Zuwanderung

Österreich wächst wieder stärker - für den Bevölkerungszuwachs sind vor allem Ausländer verantwortlich: Der sogenannte Wanderungssaldo Österreichs mit dem Ausland hat im Jahr 2012 ein Plus von rund 43.800 Personen ergeben. Damit hat sich die Zuwanderung gegenüber dem Vorjahr um mehr als 40 Prozent erhöht. Zuletzt gab es im Jahr 2004 einen ähnlich hohen Wert (siehe Grafik).

Allerdings zeigen die Daten der Statistik Austria, dass auch immer mehr Österreicher ihrer Heimat den Rücken kehren. 96.600 Inländer haben das Land im Vorjahr verlassen. Im Gegenzug kamen 2012 insgesamt 140.400 Menschen, davon 76.388 aus EU-Staaten und 49.217 aus Nicht-EU-Staaten, nach Österreich. Die Wegzüge miteingerechnet kamen im Vorjahr "netto" 51.211 Ausländer nach Österreich - 2011 waren es noch deutlich weniger, nämlich 37.100 Personen.

Gesamt betrachtet haben mit Stichtag 1. Jänner 2013 8,451.860 Menschen in Österreich gelebt, das sind um 43.739 oder 0,52 Prozent mehr als zu Jahresbeginn 2012. Der Bevölkerungszuwachs war damit deutlich höher als im Jahr zuvor (2011: plus 0,39 Prozent).

Ungarn überholen Deutsche

Der Großteil der Zuwanderer im Vorjahr, nämlich rund 62 Prozent, entfiel auf EU-Bürger (absolut plus 31.500 Personen). Die zahlenmäßig größte Gruppe waren hier ungarische Staatsangehörige (plus 6.600 Personen), es folgen die Deutschen (plus 6.200 Personen) und die Rumänen (plus 5.400 Personen).

Der Wanderungssaldo mit Nicht-EU-Staaten lag bei einem Plus von fast 19.700 Personen, wovon aber rund 45 Prozent auf Europäer entfielen. Die größten Gruppen darunter waren russische Staatsangehörige (plus 1.800 Personen), serbische Staatsangehörige (plus 1.700 Personen) sowie Bürger aus Bosnien und Herzegowina (plus 1.500 Personen). Zum Vergleich: Aus ganz Afrika kamen 2012 nur 1380 Personen nach Österreich, aus Nord- und Südamerika gar nur 737.

Deutsche größte Ausländergruppe

Insgesamt betrug der Ausländeranteil zu Jahresbeginn 2013 rund 11,9 Prozent. In absoluten Zahlen lebte etwa eine Million Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit in Österreich, das entspricht einem Anstieg von 52.800 Personen seit Jahresbeginn 2012. Rund 41 Prozent der Ausländer stammten aus der EU, die größte Ausländergruppe in Österreich bildeten mit fast 16 Prozent die Deutschen. Unter den Ausländern aus Nicht-EU-Staaten waren die Türken mit 113.700 die größte Nationalität vor serbischen Staatsangehörigen (111.300 Personen).

Wanderungssaldo seit 1988 in absoluten Zahlen | Infographics

Mittelpunkt der Zuwanderung und ausländischen Bevölkerung ist wenig überraschend die Bundeshauptstadt: Rund 44 Prozent der Netto-Zuwanderung aus dem Ausland des Jahres 2012 (plus 19.100 Personen) entfielen auf Wien, wo sich am 1. Jänner 2013 etwa 40 Prozent der ausländischen Bevölkerung Österreichs konzentrierten. Dementsprechend war der Ausländeranteil in Wien mit 23 Prozent beinahe doppelt so hoch wie im österreichischen Durchschnitt.

Tirol wächst am stärksten

Ein überdurchschnittliches Bevölkerungswachstum verzeichnete Tirol (plus 0,61 Prozent), während Vorarlberg (plus 0,45 Prozent) und Salzburg (plus 0,41 Prozent) knapp unter dem Durchschnitt lagen. Etwas geringer war der Zuwachs in Oberösterreich (plus 0,33 Prozent) und dem Burgenland (plus 0,32 Prozent) sowie in Niederösterreich (plus 0,26 Prozent) und der Steiermark (plus 0,19 Prozent).

Bevölkerungswachstum in Österreich | Create infographics

Auf regionaler Ebene verbuchten vor allem die Landeshauptstädte die größten Bevölkerungszuwächse. Spitzenreiter waren Innsbruck (plus 2,18 Prozent) und Eisenstadt (plus 1,82 Prozent), die sogar einen stärkeren Einwohneranstieg als Wien (1,41 Prozent) verzeichneten. Graz lag mit einem Plus von 1,36 Prozent nur knapp hinter dem Bevölkerungswachstum der Bundeshauptstadt. Darüber hinaus verzeichneten vor allem die Umlandbezirke der größeren Städte sowie die meisten Bezirke in der Ostregion Österreichs besonders hohe Bevölkerungsgewinne.

Die größten Verluste registrierten 2012 vor allem inneralpine und periphere Regionen, so zum Beispiel die Bezirke Mürzzuschlag (minus 1,03 Prozent), Leoben (minus 0,89 Prozent), Zwettl (minus 0,88 Prozent) und Spittal an der Drau (minus 0,80 Prozent). Deutliche Einwohnerrückgänge verzeichneten generell die meisten obersteirischen Bezirke sowie Osttirol und weite Teile Kärntens, das südliche Burgenland sowie das Waldviertel.

Fast 1300 Einwohner über 100 Jahre alt

Das Durchschnittsalter der Menschen in Österreich ist weiter gestiegen. Es lag zu Beginn des Jahres 2013 bei 42,0 Jahren, um 0,1 Jahre höher als im Vorjahr und um gut zwei Jahre höher als noch vor zehn Jahren. Detail am Rande: 1.295 Menschen - 210 Männer und 1.085 Frauen - waren am 1. Jänner 2013 mindestens 100 Jahre alt, das waren um 143 Personen mehr als am 1. Jänner 2012.

Statistik Austria

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.