Chronik | Welt
25.02.2015

Wilderer jagen Giraffen für Geschäft gegen Aids

Immer mehr Menschen glauben, das Knochenmark von Giraffen könne heilen.

Den Giraffen droht ein ähnliches Schicksal wie Elefanten und Nashörnern. Sie werden aus Aberglauben und dubiosen Geschäftsideen gejagt. Immer mehr Menschen glauben nämlich, dass das Knochenmark von Giraffen HIV und Aids heilen kann. Die 2009 gegründete Stiftung zum Schutz von Giraffen (Giraffe Coservation Foundation, GCF) sagt, dass ein Kilo Knochenmark bis zu 120 Dollar (105 Euro) einbringt. Auf den Roten Listen der Weltnaturschutzorganisation gelten Giraffen, die in 21 Ländern Afrikas vorkommen, noch als "nicht gefährdet", doch Wildtierschützer beobachten in vielen Nationalparks eine rasante Abnahme der Population. "Giraffen können relativ leicht getötet werden, es reicht eine Kugel oder es werden Drahtschlingen eingesetzt, in denen sie sich mit dem Hals oder Fuß verfangen" heißt es bei GCF. Die Stiftung will jetzt alles dafür tun, dass dubiose Geschäftemacherei hart bestraft wird. Vor allem im armen Tansania scheint die Lage schlimm.