Chronik | Welt
30.03.2017

Kosovaren wollten offenbar Rialto-Brücke sprengen

Vier mutmaßliche Dschihadisten wurden am Donnerstag festgenommen. Die Verteidigungsministerin Pinotti lobte die Arbeit der Polizei in Venedig.

Die italienische Polizei hat einen in Venedig aktiven Ring islamischer Fundamentalisten zerschlagen. Festgenommen wurden Donnerstagfrüh vier Kosovaren, die schon seit Jahren in Italien leben. Sie hatten sich in den vergangenen Jahren radikalisiert und planten laut Polizeiangaben einen Anschlag auf der Rialto-Brücke in Venedig.

Mit einem Selbstmordanschlag auf der Brücke wollten die mutmaßlichen Dschihadisten, darunter ein Minderjähriger, Dutzende Menschen töten, wie aus abgehörten Telefongesprächen hervorgehe. Zwei der Festgenommenen arbeiteten demnach als Kellner in einem Lokal in Venedig.

Im Rahmen von Razzien wurden zwölf Hausdurchsuchungen in Venedig, Mestre und Treviso durchgeführt. Die Festnahmen seien das Ergebnis komplexer Ermittlungen, an denen Anti-Mafia- und Anti-Terror-Experten beteiligt waren, hieß es. Die italienische Verteidigungsministerin Roberta Pinotti lobte die Arbeit der Polizei.