Beatrix von Storch: Torten-Opfer

© REUTERS/AXEL SCHMIDT

Deutschland
02/28/2016

Video: Torten-Attacke auf AfD-Politikerin

"Tortaler Krieg": Der cremige Angriff auf Beatrix von Storch machte im Netz die Runde.

Wieder einmal schafft es die Alternative für Deutschland (AfD) in die Medien - allerdings kaum so, wie es sich die rechtspopulistische Partei wohl gewünscht hat. Das "Peng Collective", eine Gruppe von Künstlern und Aktivisten mit Hang zu zivilem Ungehorsam, sorgte dieses Mal für handfeste Schlagzeilen.

Ein als Clown verkleideter Mann drang samt Torten in eine Sitzung der Partei im Kasseler Pentahotel ein und beschmiss die AfD-Politikerin Beatrix von Storch mit dem Wurfgeschoss. Eine zweite Torte galt Parteikollege Albrecht Glaser. Das ganze wurde gefilmt und landete prompt auf Youtube, von wo es sich rasant ausbreitete. #tortalerkrieg wurde auf Twitter ausgerufen; Schadenfreude ergoss sich im Internet (siehe unten). Die Polizei fand den Angriff weniger lustig. Beamte nahmen den Tortenwerfer rasch fest, ihm droht ein Ermittlungsverfahren wegen Beleidigung.

Im Netz tauchte am Sonntag auch ein Bekennerschreiben auf. Darin beziehen sich die Aktivisten auf Aussagen Von Storchs vom Jänner diesen Jahres. Die adelige Juristin, geborene Herzogin von Oldenburg und EU-Abgeordnete, hatte gesagt, Polizisten müssten Flüchtlinge am illegalen Grenzübertritt hindern und dabei notfalls auch von der Schusswaffe Gebrauch machen - selbst gegenüber Kindern. Später relativierte sie den Sager.

Die Tortenwerfer wollten aber nicht relativieren: "Wer den moralischen Grenzübertritt verhindern will, muss notfalls auch von der Sahnetorte Gebrauch machen. So steht es im Gesetz“, hieß es in ihrem Schreiben. Torten-Opfer Von Storch konterte nach der Attacke empört: "Wer keine Argumente hat, der reißt Plakate ab, verbrennt Autos oder stört Versammlungen mit Torten".

Auf Twitter erhält das Peng Collective Beifall für die einseitige Tortenschlacht.

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