Vatikan: Bemühen um mehr Transparenz

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Transparenz
05/12/2016

Vatikanbank schloss fast 5000 Konten

Mittlerweile soll Geldwäsche über die skandalgeplagte IOR unmöglich sein.

Die einst skandalgebeutelte Vatikanbank IOR sieht sich bei ihren Bemühungen für mehr Transparenz auf einem guten Weg. Zwischen Juni 2013 und Dezember 2015 seien fast 5.000 Konten geschlossen worden, teilte das Geldhaus in seinem am Donnerstag veröffentlichten Jahresbericht mit. "Es ist mittlerweile unmöglich, über das IOR Geld zu waschen", sagte Präsident Jean-Baptiste de Franssu Radio Vatikan.

Die Vatikanbank hatte nach Korruptions- und Geldwäschevorwürfen alle Kunden einzeln überprüft und sich mehr Transparenz zum Ziel gesetzt. Der Nettogewinn des Istituto per le Opere di Religione sank im vergangenen Jahr im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 75 Prozent auf 16,1 Mio. Euro. 2014 hatte das Geldhaus noch einen Gewinn von 69,3 Mio. Euro gemacht. Grund seien unter anderem Unsicherheiten an den Märkten, teilte das IOR in seiner Bilanz für 2015 mit.

Seit 2013 veröffentlicht das Geldhaus einmal jährlich eine Bilanz. Die Bank, zu deren Klienten unter anderem katholische Institutionen, Vatikanangestellte und Botschafter beim Heiligen Stuhl gehören, hat etwa 14.800 Kunden. Papst Franziskus kämpft seit seinem Amtsantritt vor mehr als drei Jahren für mehr Transparenz bei den zuvor oftmals undurchsichtigen Finanzgeschäften des Vatikans.

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