Drei der fünf Männer, die unschuldig im Gefängnis saßen.

© REUTERS/LUCAS JACKSON

USA
06/28/2014

40 Mio Dollar Entschädigung für "Central Park Five"

Justizskandal: Fünf Männer saßen jahrelang unschuldig im Gefängnis.

25 Jahre nach einer Vergewaltigung im Central Park in New York bekommen fünf Männer, vier Afroamerikaner und ein Latino, eine Millionenentschädigung von umgerechnet 30 Millionen Euro. Die fünf Burschen waren zum Tatzeitpunkt Jugendliche und 14 bis 16 Jahre alt. Die Polizei hat sie willkürlich zu Tätern gemacht und erst 2003, nachdem vier Männer sieben Jahre und einer 13 Jahre abgesessen hatten, kam heraus, dass sie unschuldig waren und ihre Geständnisse frei erfunden wurden. Die Burschen waren von der Polizei misshandelt und eingeschüchtert worden – und obwohl es beim Prozess viele Ungereimheiten gab, wurden sie verurteilt.

Im April 1989 war eine 28-jährige Frau beim Joggen im Central Park vergewaltigt und so schwer misshandelt worden, dass sie nach tagelangem Koma mit Schädelbruch und einem Auge, das ihr herausgetreten worden war, nur knapp überlebte. Der tatsächliche Täter, Matias Reyes‚ wurde erst 2003 anhand von DNA-Spuren überführt. Er war ein Mörder und Serienvergewaltiger und gestand die Tat.

Der Fall entfachte eine Debatte über Rassismus. Dennoch weigerte sich die Stadt New York über Jahre, Entschädigung zu zahlen. Der Rechtsstreit dauerte elf Jahre und bekam einen neuen Schub durch den Film "The Central Park Fives" des preisgekrönten Dokumentarfilmers Ken Burns. Jetzt bekommt jedes Opfer pro Jahr Gefängnis ungefährt eine Million Dollar.

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