Chronik | Welt
30.05.2017

US-Polizist nach tödlichen Schüssen auf Zwölfjährigen entlassen

Beamte soll wegen absichtlich falscher Angaben in seinen Bewerbungsunterlagen entlassen worden. Mit dem Tod des Jungen Tamir Rice soll die Entlassung nichts zu tun haben.

In der US-Stadt Cleveland ist ein Polizist entlassen worden, der 2014 den zwölfjährigen Schwarzen Tamir Rice erschossen hatte. Nach Angaben von US-Medien teilte die Polizei am Dienstag mit, der Beamte sei wegen absichtlich falscher Angaben in seinen Bewerbungsunterlagen entlassen worden. Er sei außerdem noch in der Probezeit gewesen. Die tödlichen Schüsse wurden nicht als Grund angegeben.

Der Bub hatte im November 2014 auf einem Parkplatz mit einer Spielzeugpistole hantiert. Ein Passant sah das und alarmierte die Polizei, wies aber darauf hin, dass es sich möglicherweise nicht um eine echte Waffe handle. Diese Information gab die Notrufzentrale vermutlich nicht an die Polizisten weiter. Weniger als drei Sekunden nach dem Eintreffen eines Streifenwagens vor Ort schoss einer der Polizisten auf Rice.

Der Fall erregte in einer Serie tödlicher Schüsse von Polizisten auf Schwarze in den USA samt darauffolgender Proteste und Unruhen besondere Aufmerksamkeit, weil das Opfer so jung war.