Chronik | Welt
01.07.2018

UNESCO setzt Olivetti-Werke und Kalifenstadt auf Welterbeliste

Als beispielhaftes Sozialprojekt und als Zeichen für die arabisch-islamische Herrschaft in Spanien.

Die UN-Kulturorganisation UNESCO hat am Sonntag weitere Stätten in Europa zum Welterbe erklärt. Das zuständige Komitee verlieh den begehrten Titel an den Fabrik- und Wohnkomplex der Olivetti-Werke im norditalienischen Ivrea sowie an die mehr als tausend Jahre alte Kalifenstadt Medina Azahara im Süden Spaniens.

Die Olivetti-Industriestadt wurde zwischen 1930 und 1960 vom italienischen Unternehmer und Politiker Adriano Olivetti errichtet. Mit ihren Wohn- und Produktionsgebäuden sei die Stadt ein "beispielhaftes soziales Projekt", erklärte das UNESCO-Komitee bei seiner Jahrestagung in der bahrainischen Hauptstadt Manama.

Kalifenstadt in Südspanien 936 gegründet

Mit der Kalifenstadt Medina Azahara nahe dem südspanischen Cordoba würdigte das Komitee ein wichtiges Zeugnis der arabisch-islamischen Herrschaft über Andalusien. Die im Jahr 936 gegründete Stadt vermittle ein "tiefes Verständnis der westlichen islamischen Zivilisation von al-Andalus auf der Höhe ihrer Prachtentfaltung". Die ummauerte Stadt diente dem andalusischen Kalifen als Residenz und als Ort für den Empfang von Gästen.