© Reuters/KYODO

Global 2000 warnt
10/15/2013

Taifun "Wipha" zieht in Richtung Fukushima

Der Sturm soll Region laut Prognose in den Abendstunden erreichen - Global 2000 warnt.

Mit "Wipha" nähert sich einer der heftigsten Taifune seit Jahren den japanischen Inseln, die prognostizierte Bahn des Sturms umfasst dabei auch die Präfektur Fukushima. "Sturm, Gewitter mit der Wahrscheinlichkeit von Tornados sowie Starkregen mit mehr als 80 Millimeter pro Stunde sind zu erwarten, womit die nur unzureichend gesicherten Reaktor-Hüllen und Wassertanks auf dem Gelände des Atomkraftwerks den Naturgewalten ausgeliefert sind", warnte die Umweltorganisation Global 2000 in einer Aussendung am Dienstag.

Kaum Sicherheit bei Schönwetter

Man wolle zweieinhalb Jahre nach dem Super-Gau in Folge eines Erdbebens und Tsunamis keine Panik verbreiten, sagte der Global 2000-Geschäftsführer und Atomexperte Reinhard Uhrig im Gespräch mit derAPA. dennoch: Die Lage um den Unglücksreaktor sei jedenfalls das Gegenteil als sicher: "Es sind nicht nur die annähernd 1.000 hastig errichteten Wassertanks mit mittlerweile 300 Millionen Litern hoch radioaktiven Wassers, die schon bei Schönwetter kaum dichthalten, sondern auch die durch vier Explosionen zerstörten Reaktorhüllen, die einzustürzen drohen und damit ihren radioaktiven Inhalt, insbesondere den der unzureichend gesicherten Abklingbecken, mit sich zu reißen drohen", so Uhrig zu den vier Reaktorruinen, wo rund 11.000 abgebrannte Brennelemente liegen.

Bis zu 200 Stundenkilometer

Der Taifun bewege sich laut den Angaben mit 55 Kilometer pro Stunde, nahe dem Zentrum werden Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 200 Kilometer pro Stunde gemessen. Sintflutartige Regenfälle mit über 400 Millimeter pro Quadratmeter sind für die Tokai-Region in Zentral-Japan zu erwarten, in der die Reaktorruinen gelegen sind. Der Taifun "Wipha" soll um 21 Uhr Ortszeit, also um 14 Uhr mitteleuropäischer an Land auftreffen, das Eintreffen bei Fukushima wird für 3.00 Uhr Ortszeit, also 20 Uhr mitteleuropäischer zeit prognostiziert.

Fukushima: Google zeigt neue Bilder des Gebiets

Google zeigt neue Bilder aus der Region rund um das havarierte Atomkraftwerk Fukushima. Internetnutzer können nun das Gebiet per Street View erkunden, wie es vor und unmittelbar nach der Atomkatastrophe aussah und wie es sich heute darstellt. Das Kraftwerk war am 11. März 2011 durch ein Erdbeben und einen Tsunami schwer beschädigt worden.

Zu sehen sind bei Street View unter anderem Bilder von Städten und Dörfern, deren Bewohner wegen der immer noch sehr hohen radioaktiven Strahlung nach wie vor nicht zurückkehren können. Auf anderen Fotos ist zu sehen, wie der Wiederaufbau Fortschritte macht. Eine Google-Sprecherin in Japan sagte am Donnerstag, die neuen Bilder seien zwischen April und August entstanden.

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