Chronik | Welt
03.08.2017

Südafrikanischer Bischof bei Flucht vor Angreifern verunglückt

Der Geistliche wurde angeschossen und verlor die Kontrolle über sein Auto.

In Südafrika ist ein Bischof der evangelisch-methodistischen Kirche offenbar während der Flucht vor seinen Angreifern ums Leben gekommen. Thembinkosi Fandaleki lenkte seinen Wagen am Montag in ein Gebäude, nachdem ihn zuvor ein Schuss schwer verletzt hatte, wie die lokale Polizei am Mittwochabend bestätigte.

"Wir vermuten, er versuchte, vor etwas zu fliehen und das Krankenhaus zu erreichen, als er die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor", zitierte das südafrikanische Nachrichtenportal "News24" den Polizeisprecher der Provinz Ostkap, Mzukisi Fatyela. Demnach habe der 54-jährige Geistliche infolge seiner Verletzungen so viel Blut verloren, dass er beim Aufprall vermutlich bewusstlos gewesen sei. Über das Motiv der Angreifer herrscht laut Polizei Unklarheit, die Ermittlungen laufen.

Die Südafrikanische Methodistenkirche (MCSA) zeigte sich in einer Stellungnahme "tief geschockt" über Fandalekis Tod. Seiner Witwe sprach sie ihre Unterstützung zu. Unterdessen verurteilte der Südafrikanische Kirchenrat (SACC) die Tat als "feigen und barbarischen Akt", der die ganze christliche Gemeinde schockiere. Neben Religionsführern erinnerten auch Lokalpolitiker an Fandalekis Einsatz für die Gemeinden.