Chronik | Welt
12.02.2018

Südafrika: Mutmaßlicher Wilderer von Löwen zerfleischt

Offenbar wollte das Opfer in einem eingezäunten privaten Wildreservat auf die Jagd gehen.

Ein Rudel Löwen hat in Südafrika in der Nähe des bei Touristen beliebten Krüger-Nationalparks einen mutmaßlichen Wilderer zerfleischt. Von dem Mann sei fast nichts übrig geblieben, sagte Polizeisprecher Moatshe Ngoepe am Montag. Anhand von Fußspuren geht die Polizei davon aus, dass sich am Freitagabend drei mutmaßliche Wilderer Zugang zu einem eingezäunten privaten Wildreservat nahe der Stadt Hoedspruit in der Provinz Limpopo verschafft hatten. „Einer von ihnen wurde von den Löwen erwischt“, sagte Ngoepe.

Neben den Überresten des Mannes wurden demnach am Samstagmorgen auch ein Jagdgewehr und Munition gefunden. Die Polizei bittet Anwohner des Gebiets im Nordosten des Landes um Mithilfe bei der Identifizierung des Opfers. An den Grenzen zum Krüger-Nationalpark gibt es mehrere, zumeist sehr luxuriöse, private Wildreservate. Der Polizeisprecher wollte unter Berufung auf die laufenden Ermittlungen nicht mitteilen, welches Reservat betroffen war.

Das größte Wilderei-Problem in der Region an der Grenze zu Mosambik ist die illegale Tötung Hunderter Nashörnern jedes Jahr. Wilderer versuchen vergleichsweise selten, Elefanten oder Löwen zu töten. Körperteile von Löwen werden in Teilen Afrikas in der traditionellen Medizin verwendet. Elefantenstoßzähne aus Elfenbein oder die Hörner der Rhinozerosse werden hingegen meist illegal nach Asien exportiert.