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Deutschland
06/23/2016

Verweigerter Handschlag: Muslim klagt Lehrerin

Lehrerin verlangt von Imam den Händedruck, der fühlt sich beleidigt und in der Religionswürde verletzt.

Nachdem entsprechende Fälle bereits in der Schweiz nicht nur für Aufregung, sondern auch eine angepasste Gesetzgebung gesorgt haben, gibt es nun auch in Berlin Ärger rund um die Verweigerung des Händedrucks von muslimischen Männern für Lehrerinnen.

Rbb online berichtet von einer Privatschule in Berlin, wo ein Imam und seine Frau zu einem Termin bei der Lehrerin geladen waren, weil ihr Kind in eine Rangelei auf dem Schulhof verwickelt war. Doch gleich zu Beginn des Treffens kam es zum Eklat, nachdem der Vater erklärt hatte, dass er der Lehrerin nicht die Hand geben könne, weil es ihm seine Religion verbiete (statt dessen legt er zur Begrüßung die Hand aufs Herz).

Viermal aufgefordert

Das wollte die Lehrerin offenbar nicht aktzepieren. Sie forderte den Mann eindringlich auf, ihr - als Respektbezeugung und gemäß der landesüblichen Gebräuche - die Hand zu reichen. Das Gespräch wurde daraufhin abgebrochen.

Die betroffene islamische Familie erwartete danach eine Entschuldigung seitens der Schule. Als die nicht kam, erstattete man Anzeige wegen "Beleidigung und Verletzung der Religionswürde". Außerdem ortet der Imam hinter der Aktion Respektlosigkeit und Fremdenfeindlichkeit.

Laut Bericht von rbb sei seine Art zu Grüßen seit eineinhalb Jahren bekannt und nie hätte es Probleme gegeben.

Mittlerweile hat die Familie ihre beiden Söhne von der Schule genommen. Weitere Gespräche zwischen ihnen und der Schule hat es nicht gegeben.