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Somalia
06/10/2014

Geld für Impfkampagne fehlt

Im Bürgerkriegsland stirbt jedes fünfte Kind vor seinem fünften Geburtstag, auch wegen Masern.

In Somalia sind nach UN-Angaben tausende Kinder von Masern bedroht. Die Zahl der Masernfälle in dem ostafrikanischen Bürgerkriegsland sei vier Mal höher als vor einem Jahr, warnten das UN-Kinderhilfswerk Unicef und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Dienstag in einer Erklärung. Es müsse dringend eine Impfkampagne organisiert werden, um "tausende vermeidbare Todesfälle" zu verhindern.

Keine flächendeckende Impfung

Die Gefahr werde noch dadurch gesteigert, dass ein "sehr bedeutender Teil der somalischen Kinder" unterernährt sei, warnten die Organisationen. Nach UN-Angaben konnten in den vergangenen Monaten nur eine halbe Million Kinder unter fünf Jahren geimpft werden, dabei bräuchten landesweit rund fünf Millionen Kinder eine Impfung.

Bei den Unter-Einjährigen wurde demnach im vergangenen Jahr sogar nur jedes dritte Kind geimpft. Besonders im Zentrum und im Süden des Landes, wo sich die radikalislamische Shebab-Miliz anhaltende Kämpfe mit den Truppen der Afrikanischen Union liefert, ist die Impfquote noch geringer.

6,6 Millionen Euro für Impfkampagnen

Die UNO hat kürzlich vor einer erneuten Versorgungskrise in Somalia gewarnt, nachdem es vor drei Jahren in der Region eine verheerende Hungersnot gegeben hatte. Nach UN-Angaben stirbt in Somalia jedes fünfte Kind vor seinem fünften Geburtstag - nicht zuletzt an Masern. Die Kosten der nun geplanten Impfkampagne liegen den Angaben zufolge bei 6,6 Millionen Euro - doch fehlt der UNO bereits jetzt das Geld, um ihre anderen Hilfsprogramme in dem Land zu finanzieren.

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