Chronik | Welt
11.02.2017

Vermisster Kanadier nach fünf Jahren in Brasilien aufgetaucht

Anton Pilipa war zuletzt 2012 in Vancouver gesehen worden, bevor sich seine Spur verlor.

Ein vor fast fünf Jahren in Kanada verschwundener Mann ist nach einer langen Odyssee durch Brasilien wieder in seine Heimat zurückgekehrt. Anton Pilipa war zuletzt 2012 in Vancouver gesehen worden, bevor sich seine Spur verlor. Er sei froh, dass der 39-Jährige nun wieder bei seiner Familie sei, sagte sein Bruder Stefan Pilipa dem kanadischen Sender CBC.

Zuletzt irrte der an Schizophrenie leidene Mann zwei Wochen lang durch das Amazonasgebiet, wie die Polizistin Helenice Vidigal auf Facebook schrieb.

Floh aus psychiatrischer Klinik

Vidigal hatte sich des Falls angenommen, seit sie den offenbar verwirrten Pilipa Ende November erstmals auf einer viel befahrenen Straße im Bundesstaat Rondonia aufgegriffen hatte - fluchend und ohne Schuhe. "Er sprach kein Portugiesisch, hatte keinen Pass dabei und zeigte deutliche Anzeigen einer geistigen Krankheit", erinnerte sich die Polizistin.

Vidigal fand heraus, dass Pilipa Kanadier ist und kontaktierte die Behörden seines Heimatlandes. Er wurde in eine psychiatrische Klinik eingewiesen, aus der er aber Mitte Dezember floh - wenige Tage, bevor Vidigal seine Familie ausfindig machen konnte. Ende Dezember erkannte dann ein Zeuge im benachbarten Bundesstaat Amazonas den Kanadier wieder und informierte die Polizei.

Nach Kanada zurückgeholt

"Da haben begonnen, uns ernsthafte Sorgen um seine Sicherheit zu machen, den dort gibt es große Raubtiere wie Jaguare, Alligatoren und Schlangen. Wir reden hier über den Amazonas-Dschungel", schrieb Vidigal in ihrem Facebook-Post. Pilipa wurde schließlich gefunden und von seinem Bruder zurück nach Kanada geholt.