Chronik | Welt
11.08.2017

Schwere Unwetter: Dutzende Verletzte in Adria-Badeorten

Menschen wurden von herumfliegenden Gegenständen getroffen. Bäume stürzten um, die Stromversorgung war unterbrochen, Campingplätze stehen unter Wasser.

Heftige Unwetter mit starkem Wind, Regen, Hagel und Gewitter sind über den Nordosten Italiens hinweggezogen. 70.000 Stromkunden saßen am Donnerstagabend im Friaul im Dunkeln. Campingplätze an Badeorten der oberen Adria wurden unter Wasser gesetzt, zahlreiche Bäume stürzten um. Dutzende Menschen wurden verletzt.

"Ich habe das Gewitter über dem Meer heranziehen sehen und bin zum Campingplatz gelaufen. Die Bäume um mich herum stürzten um, einer traf eine 42-jährige Touristin", sagte ein Feuerwehrmann, der in dem Ort Jesolo Urlaub machte, zur Zeitung Corriere della Sera (Freitag). Zusammen mit einem Arzt habe er am Donnerstag die Frau befreit. Sie hätten die Verletzte dann auf einem Surfbrett zum Strand transportiert, von wo aus sie mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen wurde.

Rund 50 Menschen in Krankenhäusern

Um die 50 Menschen hätten sich an die Unfallambulanzen der umliegenden Krankenhäuser gewandt, nachdem eine Windhose über Cavallino, Jesolo, Caorle und Bibione an der Adriaküste gezogen war. Die Menschen waren von herumfliegenden Gegenständen getroffen worden. Die meisten seien leicht verletzt, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa.

In Portogruaro deckte der starke Wind einen Supermarkt ab, in Caorle wurden Unterkünfte in Mitleidenschaft gezogen, wie der Corriere della Sera berichtete. Die Schäden werden in der Region Venetien auf mehrere Millionen Euro geschätzt.

Enorme Schäden durch Unwetter in Österreich

Heftiger Unwetter haben in der Nacht auf Freitag in Österreich enorme Schäden angerichtet. Sturmböen entwurzelten Bäume, was Stromausfälle und Verkehrsbehinderungen zur Folge hatte. An den Wetterstationen der ZAMG wurden im Gebiet vom Burgenland über das Wiener Becken bis zum Weinviertel in vielen Regionen Windgeschwindigkeiten um 100 km/h gemessen. Mehr dazu lesen Sie hier.

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