Chronik | Welt
07.02.2018

Schotten wollen weiteren Trump-Golfplatz verhindern

Der US-Präsident besitzt bereits zwei Golf-Anlagen in Schottland. Petition von mehr als 32.000 Menschen unterzeichnet.

In Schottland wollen Zehntausende Menschen einen weiteres Golfprojekt der Trump Organization verhindern. Mehr als 30.000 Menschen unterzeichneten bis Mittwoch eine Petition zur Verhinderung eines dritten derartigen Golfplatz.

Das von den Söhnen von US-Präsident Donald Trump, Donald Junior und Eric, geführte Unternehmen plant eine weitere 18-Loch-Anlage in der Nähe von Aberdeen. Dort, in Balmedie, hatte der Immobilienmagnat, dessen Mutter in Schottland geboren wurde, bereits 2012 einen Golfplatz eröffnet - gegen den Widerstand von Umweltschützern, Anrainern und örtlichen Politikern.

Die etwa 32.000 Protestunterschriften gegen das neue Projekt finden sich auf der Internet-Petitionsplattform 38 Degrees. Deren Chef in Schottland, Stewart Kirkpatrick, erklärte, die Anlage in Balmedie habe nicht die von Trump versprochenen Investitionen und Arbeitsplätze zur Folge gehabt. Die Schotten hätten nun den Eindruck, dass auch das neue Projekt "keine wirtschaftlichen Vorteile" bringen werde.

Aberdeenshire auf die Weltkarte gesetzt

Sarah Malone, Vizepräsidentin von Trump International Golf Links Scotland, widersprach dem Vorwurf. Die Tourismusindustrie habe vom Golfresort in Balmedie profitiert und dieser habe "Aberdeenshire auf die Weltkarte gesetzt". Wer solche "ignoranten und falschen Erklärungen" abgebe, solle sich schämen.

38 Degrees gab unterdessen beim Institut Survation eine Umfrage in Auftrag. Das Ergebnis: 68 Prozent der Schotten lehnen das Trump-Golfvorhaben ab. Allerdings ist abzusehen, dass die Trump Organization ihre neue Golfanlage durchsetzen wird - so wie sie dies bereits in Balmedie getan hat. Eine dritte Golfanlage besitzt der US-Präsident in Turnberry, etwa 80 Kilometer südlich von Glasgow.