Chronik | Welt
11.08.2017

Satellitenbilder zeigen Flächenbrand auf Grönland

Feuer im Westen der Insel. Rauchwolken sind auf Satellitenbildern zu sehen. Angeblich keine Gefahr für Mensch und Tier.

Im Westen Grönlands versuchen die Behörden, einen großflächigen Brand unter Kontrolle zu bekommen. Das Feuer war vor einer Woche auf der Nassuttooq-Halbinsel ausgebrochen und hat mittlerweile mehr als zwölf Quadratkilometer Vegetation zerstört. Die bis zu 1,2 Kilometer hohen Rauchwolken waren auch auf Satellitenbildern zu sehen.

Wie die Behörden der Kommune Qaasuitsup mitteilten, wurde nach einer Inspektion am Donnerstag beschlossen, Feuerwehrmänner zur Brandbekämpfung in der sehr dünn besiedelten Region einzusetzen. Die Großkommune Qaasuitsup hat eine Größe von etwa 600.000 Quadratkilometern und umfasst große Teile von Nordwest-Grönland - zählt aber nur etwa 17.200 Einwohner.

Es bestehe keine Gefahr für Mensch und Tier. Wegen großer Trockenheit seien die meisten Tiere abgewandert, so die Behörden. Die Polizei hat Wanderer und Jäger aufgefordert die vom Feuer betroffene Region zu meiden. Es bestehe die Gefahr, dass Menschen durch die starke Rauchentwicklung die Orientierung verlieren könnten.

Torffeuer schwierig zu löschen

Die Brandursache war zunächst nicht bekannt. Der Großteil der zu Dänemark gehörenden Insel ist von einer dicken Eisschicht bedeckt. Die Küstengebiete sind meist grasbewachsene Torflandschaften. Torffeuer sind sehr schwierig zu löschen, da das Feuer im Boden ständig neue Nahrung findet.