"Die Sandkiste der Superreichen" werden die Hamptons genannt: Die Immobilienpreise explodieren wie die Boni der Banker.

© Getty Images/Thinkstock

Rekordvilla auf Long Island

Das 147-Millionen-Dollar-Haus

Hedgefonds-Manager besitzt das teuerste Haus in den Hamptons.

von Susanne Bobek

07/10/2014, 04:18 PM

Das teuerste Eigenheim der Welt steht in den Hamptons (USA). Der Hedgefonds-Manager Barry Rosenstein zahlte für die Immobilie mit sieben Hektar Grund (70.000 m²), einem See und vier Stegen aufs Meer hinaus 147 Millionen Dollar. Damit hat er alle Rekorde selbst unter den Superreichen gebrochen.

Die Hamptons sind aus F. Scott Fitzgeralds Roman "Der große Gatsby" bekannt. Die Themen: Dekadenz, Ausschweifungen, aber auch Idealismus und Widerstand gegen die Veränderungen und sozialen Umbrüche in den 1920er-Jahren vor der großen Depression. Die Hamptons liegen am Ostende der Insel Long Island im Suffolk County des US-Bundesstaats New York. Von Westhampton, 130 km von New York City entfernt, bis Montauk erstrecken sich 100 km weißer Sandstrand an der Atlantikküste.

Seit vielen Jahrzehnten gelten die Hamptons als "Sandkiste der Superreichen". In der Nachbarschaft von Barry Rosenstein wohnen Mariah Carey, Steven Spielberg, Tiger Woods und Jennifer Lopez. Die Immobilienpreise der Hamptons gehören zu den höchsten der Welt.

Irre Wertsteigerung

Das Gebiet wurde den Algonkin-Indianern im 17. Jahrhundert von dem Siedler Lion Gardiner für den Gegenwert von 24 Äxten, 24 Mänteln, 20 Spiegeln und 100 Ahlen abgekauft. Die Geschichte von Rosenbergs Anwesen in East Hampton zeigt die unglaubliche Preisentwicklung: Das Grundstück gehörte ursprünglich zu einem liberalen Club, in dem sich die Nachbarn zu Dinnerpartys trafen. 1901 kaufte es der Politiker David Gardiner für 120 Dollar, was heute etwa 3300 Dollar entspräche. 1946 verkauften es seine Erben für 20.000 Dollar. 1950 betrug der Kaufpreis 43.000 Dollar. Der Besitz blieb jahrzehntelang in der Hand einer Familie, bis 1996 der Finanzinvestor Christopher Browne 13,7 Millionen Dollar zahlte. Brownes Erben hat Rosenstein nun 147 Millionen Dollar überwiesen.

Aus Angst davor, dass Bilder dieses Trophäen-Hauses, so nennen die Amerikaner ultimative Statussymbolhäuser, im Internet landen, wurden Makler ausgeschaltet. Rosenstein ist Gründer des Hedgefonds Jana Partners und laut Süddeutscher Zeitung "ein typisches Beispiel für einen Hamptons-Käufer". Denn die Boni der Investmentbanker und Finanzinvestoren sind heuer wieder großzügig ausgefallen: 26,7 Milliarden Dollar wurden ausgeschüttet, also theoretisch mehr als 160.000 Dollar pro Mitarbeiter und 15 Prozent mehr als im Vorjahr, rechnete die New Yorker Aufsichtsbehörde vor.

Es gibt aber auch noch Schnäppchen-Häuser: Das Anwesen des 1984 verstorbenen Schriftstellers Truman Capote mit 464 Quadratmeter Wohnfläche ist für knapp 15 Millionen Dollar zu haben.

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