Rekord-Temperatur in Sydney

epa03537773 Russian musician Arkady Shilkloper plays his three-metre-long alphorn on the top of the largest sail of the Sydney O… © Bild: APA/DEAN LEWINS

Während die Metropole unter der Rekord-Hitze ächzt, geraten die Buschfeuer wieder außer Kontrolle.

Der Extrem-Sommer in Australien hat das Quecksilber auf neue Rekordhöhen klettern lassen: In der Ostküstenstadt Sydney wurde am Freitag mit 45,8 Grad die höchste Temperatur seit Beginn der Aufzeichnungen vor 150 Jahren gemessen.

Es sei "ein historischer Tag für Sydney", sagte der Meteorologe Dick Whitaker. Laut dem nationalen Wetteramt wurden entlang der gesamten Ostküste Rekordtemperaturen gemessen, am heißesten war es mit 46,5 Grad in Penrith im Großraum Sydney.

Die höchste bisher jemals in Australien registrierte Temperatur war 50,7 Grad Celsius im Jahr 1960 in Oodnadatta im Bundesstaat South Australia.

Außer Kontrolle

Indes ließen die unerbittlich steigenden Temperaturen in Australien wieder mehrere Waldbrände außer Kontrolle geraten. Im Bundesstaat Victoria wurde eine Leiche in einem ausgebrannten Auto gefunden - das erste zivile Waldbrandopfer der Saison. Die Millionenstadt Sydney brütete am Freitag bei einem neuen Hitzerekord: 45,8 Grad zeigten die Thermometer an. Bereits vor knapp mehr als einer Woche hatten verheerende Waldbrände in Down Under gewütet.

In den Notaufnahmen der Stadt stieg die Zahl der Hitzeopfer. "Die Leute unterschätzen die Hitze und überschätzen ihre Fähigkeiten, vor allem die Jüngeren", sagte der Chef des Notrufs, Ian Johns, im Rundfunk.

Rund 200 Kilometer östlich von Melbourne war die kleine Ortschaft Licola durch Flammenwände von der Außenwelt abgeschnitten. Zehn Einwohner harrten dort aus. In den Nachbarorten Seanton und Heyfield brannten fünf Häuser nieder. Im Hotel von Heyfield hatten 40 Gäste Zuflucht gesucht. "Es kommt eine Menge glühende Asche herunter, aber wir halten durch", sagte Besitzer Jeremiah Wallace der Nachrichtenagentur aap. "In meiner Position muss man allen Mut machen."

Todesopfer

Bei Seaton wurde eine Leiche in einem ausgebrannten Auto gefunden. In der Nähe erfassten die Flammen auch ein Feuerwehrauto. Die Kabine war mit einer Sprinkleranlage ausgestattet. Die Retter überlebten die Feuerfront unbeschadet. Bisher kam bei den schlimmen Waldbränden ein Feuerwehrmann ums Leben, als er in der Hitze einen Herzinfarkt erlitt.

Weiter nördlich spitzte sich die Lage ebenfalls wieder zu. Am Wochenende werde es wieder extrem heiß, warnte die Feuerwehr in New South Wales. In dem Bundesstaat lodern 84 Brände, gut ein Dutzend ist außer Kontrolle.

Erstellt am 18.01.2013