Madeleine Schickedanz als Zuhörerin im Kölner Landgericht

© APA/EPA/OLIVER BERG

Deutschland
11/04/2014

Quelle-Erbin womöglich Opfer ihrer vielen Berater

Schickedanz fordert von Bankmanagern und vom Vermögensverwalter 1,9 Milliarden Euro zurück.

In einem der größten Prozesse der deutschen Justizgeschichte bekommt die jetzt beinahe verarmte Quelle-Erbin Madeleine Schickedanz, 71, unerwartet Unterstützung ihres einstigen Top-Managers Thomas Middelhoff. Schickedanz fordert von den Bankmanagern ihrer damaligen Hausbank Sal. Oppenheim und ihres Vermögensverwalters Josef Etsch insgesamt 1,9 Milliarden Euro zurück. Als Zeuge gab der ehemalige Quelle-Karstadt-Manager Middelhoff Schickedanz in Teilen recht. Im März 2005 habe man sich auf ein Konzept geeinigt, um Karstadt-Quelle von der Börse zu nehmen. Schickedanz sollte ihren Aktienanteil von gut 30 Prozent einbringen. Sie habe dieser Vereinbarung zugestimmt, weil sie angenommen habe, kein zusätzliches wirtschaftliches Risiko einzugehen, gab Middelhoff an. Ziel sei gewesen, einen bestimmten Geldbetrag zu erlösen, auch zur Sicherung ihres Lebensabends. "Soweit mich meine Erinnerung nicht täuscht, war das eine Milliarde Euro", sagte Middelhoff in Köln. 2009 meldete Arcandor, wie der Konzern danach hieß, Insolvenz an. Schickedanz verlor einen Großteil ihres Erbes.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.