Chronik | Welt
01.03.2018

Queen entging 1981 nur knapp einem Mordanschlag

Ein Verwirrter feuerte in der Stadt Dunedin einen Schuss in Richtung des Autos der britischen Königin.

Queen Elizabeth II. ist 1981 laut einem Geheimdienstbericht in Neuseeland nur knapp dem Mordanschlag eines offenbar geistig verwirrten 17-Jährigen entgangen. Der Täter Christopher Lewis feuerte in der Stadt Dunedin einen Schuss in Richtung des Autos der britischen Königin, wie jetzt veröffentlichte Unterlagen des neuseeländischen Geheimdienstes SIS zeigen. Es wurde niemand verletzt.

Mitglieder der Königsfamilie hörten den Unterlagen zufolge den Knall und erkundigten sich nach dessen Ursache. Polizisten hätten geantwortet, es sei nur ein Feuerwerkskörper explodiert. Lewis wurde kurze Zeit später in Zusammenhang mit einem anderen Verbrechen festgenommen.

Behörden erhoben keine Anklage

Bei der anschließenden Vernehmung habe er auch seinen Anschlagversuch auf die Queen gestanden. Er sagte zudem aus, einer rechtsextremen Vereinigung anzugehören. Nach einer Reihe weiterer Verbrechen tötete sich Lewis 1997 selbst.

Die neuseeländischen Behörden erhoben wegen des Attentatsversuchs 1981 keine Anklage, um künftige Besuche von Elizabeth in dem Land nicht zu gefährden. Die britische Königin ist auch das Staatsoberhaupt von Neuseeland.