Chronik | Welt
03.12.2016

Polnische Rassisten attackieren ausländische Studenten

Wie Polizei und Augenzeugen dem Sender berichteten, handelte es sich bei den Opfern um einen Bulgaren und fünf Türken, darunter zwei Frauen.

Eine Gruppe ausländischer Studenten ist in einer polnischen Straßenbahn rassistisch beschimpft und geschlagen worden. Der TV-Sender TVN24 veröffentlichte am Samstag Handy-Aufnahmen von Zeugen, die sich schon am Donnerstagabend in der Stadt Bydgoszcz (Wojewodschaft Pommern) abgespielt hatte.

Wie Polizei und Augenzeugen dem Sender berichteten, handelte es sich bei den Opfern um einen Bulgaren und fünf Türken, darunter zwei Frauen. Die Studierenden wurden von einer Gruppe offensichtlich betrunkener Einheimischer zunächst mit derben Schimpfworten und dem Satz "Das ist nicht euer Land!" aufgefordert, die Straßenbahn zu verlassen.

Wiederholt fremdenfeindliche Attacken

Als sie in einen anderen Straßenbahnteil flüchteten, eilten ihnen die Angreifer nach und begannen, auf sie einzuschlagen. Polizisten nahmen zwei 26-jährige und einen 32-jährigen Einheimischen fest.

In Polen war es zuletzt wiederholt zu fremdenfeindlichen Angriffen in der Öffentlichkeit gekommen. Im September hatte für internationales Aufsehen gesorgt, dass ein polnischer Professor in einer Warschauer Straßenbahn attackiert und verletzt wurde, weil er Deutsch sprach.

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