Chronik | Welt
27.04.2017

Polizei schoss Mann bei Berliner Krankenhaus an

Einer Sprecherin zufolge soll der Mann die Polizisten angegriffen und mit einer Waffe bedroht haben.

An der Rettungsstelle eines Krankenhauses in Berlin-Kreuzberg ist ein Mann von der Polizei angeschossen und an einem Bein verletzt worden.

Es sei noch unklar, ob einer oder mehrere Beamte geschossen hätten, sagte eine Polizeisprecherin am Donnerstagnachmittag. Auch zu den Gründen für die Schussabgabe war zunächst nichts bekannt.

Nach Angaben der Sprecherin soll der Mann die Polizisten angegriffen und mit einer Waffe bedroht haben. Die Rettungsstelle war am Nachmittag weiträumig abgesperrt. Mehrere Polizisten sicherten die Umgebung.
Der Angeschossene wird nach Angaben der Polizei in einer Klinik behandelt.

Die Polizei Berlin teilte per Twitter mit, dass der angeschossene Mann zuvor einen Beamten mit einer Waffe bedroht habe. Trotz mehrfacher Aufforderung habe er den Angriff nicht beendet. Dann habe ein Polizist geschossen.

Schüsse von Polizisten im Einsatz sorgen in Berlin immer wieder für Diskussionen. Anfang April war eine Frau in Friedrichshain von einem Polizisten angeschossen worden. Sie hatte mit einer Waffe auf ihn gezielt. Die Kugel traf die Frau in den Oberschenkel und verletzte sie am Arm.
Im Januar hatte die Polizei einen 25-Jährigen in dessen Wohnung in Hohenschönhausen erschossen. Er soll mit einem Messer bewaffnet gewesen sein und gedroht haben, anderen Menschen Gewalt anzutun und sich umzubringen. In solchen Fällen übernimmt eine Mordkommission die Ermittlungen.