Chronik | Welt
11.12.2017

"Versuchter Terroranschlag" im Zentrum von New York

Beim Zünden einer Rohrbombe verletzte ein 27-Jähriger sich selbst sowie drei Passanten. Er wurde nun angeklagt.

Bei der Explosion in einer U-Bahn-Station in New York hat es sich um einen versuchten Terroranschlag gehandelt. Das sagte Bürgermeister Bill de Blasio am Montag in New York vor Journalisten. Nach ersten Erkenntnissen gehen die Behörden von einem Einzeltäter aus. Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich um einen 27 Jahre alten Mann. Er habe die vermutlich selbst gebaute Bombe am Körper getragen. Er selbst habe Brandverletzungen davongetragen und sei festgenommen worden. Es habe sich um einen eher amateurhaft zusammengebauten Sprengsatz gehandelt. Der 27-Jährige wurde nun wegen terroristischer Bedrohung, Terrorverdacht und illegalem Waffenbesitz angeklagt, wie die New Yorker Polizei via Twitter mitteilte.

Bei drei Passanten seien Verletzungen festgestellt worden. Es handle sich vor allem um Beschwerden über Kopfschmerzen und Ohrgeräusche. Der U-Bahn-Betrieb während des Berufsverkehrs am Morgen sei nur vorübergehend gestört gewesen. Bis auf die betroffene Station an der 42. Straße seien alle Züge und Busse wieder in Betrieb, sagte der Gouverneur des Staates New York, Andrew Cuomo.

Er betonte, New York sei ein Symbol für Freiheit und Demokratie. "Das macht uns zu einem Ziel", sagte er mit Blick auf mögliche Terroranschläge. Er dankte Polizei und Rettungskräften für deren Einsatz. US-Präsident Donald Trump wurde unmittelbar nach dem Geschehen "über die Explosion in New York unterrichtet", schrieb seine Sprecherin Sarah Sanders auf Twitter.