Chronik | Welt
21.05.2018

Polizei entlarvte Schulschwänzer an bayerischen Flughäfen

Rund 20 Familien wurden von der Polizei vor Beginn der Pfingstferien erwischt.

Zu Beginn der Pfingstferien hat die Polizei an Flughäfen in Bayern rund 20 Familien erwischt, die ihre Kinder die Schule schwänzen ließen. Allein in Nürnberg entlarvten Beamte in elf Fällen Eltern, die mit dem Nachwuchs lieber in den Urlaub flogen. Am schwäbischen Allgäu Airport nahe Memmingen zählten Polizisten zehn Fälle, bei denen Kinder unentschuldigt der Schule fernblieben.

Gegen die Eltern ist bei den zuständigen Landratsämtern Anzeige erstattet worden. Diese entscheiden nun, ob ein Bußgeld gegen die Eltern verhängt wird, wie ein Sprecher des für den Allgäu Airport zuständigen Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West am Montag sagte. Wie hoch dieses dann ausfällt, entscheidet die Behörde selbst.

Ordnungswidrigkeit - keine Straftat

Am Flughafen München erwischte die Polizei in den vergangenen Tagen keine Unterrichtssünder. Wie an den beiden anderen Airports habe die Bundespolizei bei der Passkontrolle und die Landespolizei bei allgemeinen Kontrollen darauf geachtet, ob zu normalen Schulzeiten Eltern mit schulpflichtigen Kindern unterwegs waren, sagte ein Sprecher der Polizeiinspektion Flughafen München. Eine Straftat ist das unerlaubte Fernbleiben vom Unterricht in Bayern nicht, aber eine Ordnungswidrigkeit.

Bei Verdachtsfällen an allen Flughäfen ließen sich die Beamten Genehmigungen der Schulen zeigen. Konnten Eltern ein solches Dokument nicht vorzeigen, erkundigte sich die Polizei bei der Schule. Ob in Einzelfällen Kinder vom Flughafen zurück in die Schule mussten, blieb zunächst unklar.