Chronik | Welt
23.02.2018

Paris: Obdachloser lässt 500.000 Euro mitgehen

Der Mann ließ zwei Geldsäcke am Pariser Flughafen mitgehen. Staatsanwaltschaft beantragt U-Haft wegen schweren Diebstahls.

Am Pariser Flughafen hat ein Obdachloser im Dezember den Fund seines Lebens gemacht: Zwei Geldsäcke mit knapp 500.000 Euro ließ er mitgehen, bis ihn nun die Polizei schnappte. Allerdings, von dem Geld gibt es noch keine Spur. Am Donnerstag wurde der Mann dem Ermittlungsrichter vorgeführt und tischte eine abenteuerliche Geschichte über den Verbleib des Geldes auf.

"Es gab ja genug davon"

"Ja, ich habe das Geld gestohlen, es gab ja genug davon", sagte der Mann laut Ermittlerkreisen. Dann sei er aber außerhalb des Großraums Paris verschleppt und durch Schläge gezwungen worden, das Versteck der beiden Geldsäcke preiszugeben.

Zu seinen Entführern wollte der Obdachlose den Ermittlern zufolge keinerlei Angaben machen. Die Staatsanwaltschaft beantragte Untersuchungshaft für den Mann wegen schweren Diebstahls.

Bei Routinekontrolle geschnappt

In der Nacht zu Mittwoch war der etwa 50 Jahre alte Mann bei einer Routinekontrolle in einem Wohnheim im Norden von Paris entdeckt worden. Er habe "nichts bei sich gehabt", hieß es bei den Ermittlern.

Der Mann war am 8. Dezember hinter der nicht abgeschlossenen Tür einer Wechselstube am Flughafen auf zwei Säcke voller Geld gestoßen und hatte diese kurzerhand mitgenommen.