Chronik | Welt
17.08.2017

Orca "Kasatka" nach 39 Jahren in Gefangenschaft gestorben

Der Orca war 1978 vor Island gefangen und in den SeaWorld-Park nach Kalifornien gebracht worden.

Der Orca "Kasatka" ist mit fast 42 Jahren im kalifornischen SeaWorld-Park in San Diego gestorben, nachdem er fast sein ganzes Leben in Gefangenschaft verbracht hatte. Wie die Betreiber des Freizeitparks am Mittwoch mitteilten, litt das Tier seit langem an einer bakteriellen Lungen-Infektion. Der Schwertwal sei am Dienstagabend eingeschläfert worden.

Der Orca war 1978 vor Island gefangen und nach Kalifornien gebracht worden. Dort brachte das Tier sechs Kälber zur Welt. Nach Angaben von SeaWorld befinden sich jetzt noch 21 Orcas in den drei Anlagen in San Diego, Orlando (Florida) und San Antonio (Texas).

Im vergangenen Monat war in San Antonio ein drei Monate altes Kalb an einer Lungenentzündung gestorben. Es war der letzte Orca, der im Rahmen von SeaWorlds umstrittenen Zuchtprogramm geboren wurde. Im Januar war der Orca Tilikum gestorben, der 2010 seine Trainerin bei einer Vorführung in Orlando getötet hatte.
Tierschützerkritisieren seit Jahrendie schlechten Lebensbedingungen der Schwertwale in den SeaWorld-Parks. Besondere Aufmerksamkeit erfuhr das Thema durch die Dokumentation "Blackfish" (2013). SeaWorld kündigte im vergangenen Jahr an, sein Zuchtprogramm zu beenden. Der aktuell in den Parks gehaltenen Schwertwal-Generation soll keine weitere mehr folgen. Die neuen Richtlinien zur Haltung von Orcas seien in Zusammenarbeit mit der Tierschutzorganisation "Humane Society" entstanden, erklärte Geschäftsführer Joel Manby im März 2016 in einem offenen Brief, den die Los Angeles Timesveröffentlichte.

Das Unternehmen SeaWorld mit Sitz in Orlando (Florida) betreibt Themenparks in San Diego, Orlando und San Antonio (Texas).