Chronik | Welt
04.05.2017

Orang-Utan zwei Jahre lang in dunkler Holzkiste gefangen

Tierschützer haben den vierjährigen Menschenaffen auf der Insel Borneo befreit.

Tierschützer haben auf der Insel Borneo einen zwei Jahre in einem dunklen Holzverschlag gefangenen Orang-Utan befreit. Der vierjährige kleine Menschenaffe namens Kotap sei so verängstigt gewesen, dass er zunächst gar nicht aus der Box in dem Dorf Rabak im indonesischen Teil Borneos herauskommen wollte, teilte die nichtstaatliche Organisation International Animal Rescue am Donnerstag mit.

Bei der Rettung hatten auch Mitarbeiter der Forstbehörde der Provinz Westkalimantan geholfen. Der Halter von Kotap hatte dem Tier nur eine leere Plastikflasche und einen Strohhalm als Spielzeug gelassen. Auch britische Zeitungen berichteten über den "herzerwärmenden Moment", als der Orang-Utan befreit worden sei. Der Besitzer will den Orang-Utan als Baby in einem Karton von Freunden erhalten haben. Aus Angst, der heranwachsende Menschenaffe könne die Nachbarn stören, habe er dann den Holzverschlag gebaut.

Die Tierschützer hatten eigenen Angaben zufolge bereits einmal versucht, das Tier freizubekommen. Doch erst beim zweiten Besuch sei es gelungen, den Besitzer davon zu überzeugen, dass die Gefangenschaft weder im Einklang mit dem Gesetz noch mit den Bedürfnissen von Kotap stehe. Der Orang-Utan darf sich nun in einer Einrichtung der Organisation in Indonesien erholen.