Schirme zu: Deutschland rüstet sich für die Sturmfront.

© APA/dpa/Martin Gerten

Xaver
12/04/2013

Norddeutschland zittert Orkantief entgegen

An der Nordsee werden Windstärken von 140 km/h erwartet. Österreich wird nur gestreift.

Die Vorbereitungen auf das angekündigte Orkantief "Xaver" laufen auf Hochtouren. Norddeutschland muss sich ab Donnerstag auf eine Serie von schweren Sturmfluten einstellen. Nach Einschätzung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) wird der Orkan voraussichtlich in Schleswig-Holstein am stärksten wüten. Aber auch Hamburg bereitet sich auf die Unwetterfront vor. Die Erinnerungen an den Oktober-Orkan "Christian" mit umgestürzten Bäumen, abgedeckten Dächern und abgetragenen Sandstränden im Norden sind überall noch frisch im Gedächtnis.

Vielerorts im Norden stellen Verkehrsbetriebe ihre Einsatzpläne neu auf, Fähren werden ihren Betrieb teilweise einstellen. Im Landkreis Leer fällt am Donnerstag die Schule aus. Besonders die prognostizierte lange Dauer des Tiefs dürfte die Einsatzkräfte vor Herausforderungen stellen.

Am Donnerstagnachmittag sei an der Nordseeküste mit Böen der Stärke 12 zu rechnen und im Binnenland mit Stärke 11, sagte der DWD-Meteorologe Rüdiger Hartig. In der Nacht auf Freitag werde es so weitergehen. Die lange Dauer über eineinhalb Tage sei das Besondere an dem Tief, das von Island über Skandinavien kommen wird. An der Nordsee sind nach Einschätzung des Deutschen Wetterdienstes extrem starke Böen von mehr als 140 Kilometern je Stunde möglich.

Höhepunkt in der Nacht zum Freitag

Die höchste der Sturmfluten wird nach bisheriger BSH-Einschätzung in der Nacht zum Freitag - nach Mitternacht - in Ostfriesland und an der Nordseeinsel Borkum erwartet. Später soll der Scheitel dann die Elbmündung bei Cuxhaven und parallel dazu Nordfriesland erreichen. In Hamburg und Bremen soll die Sturmflut Freitagfrüh ankommen. Die Prognose könne sich aber noch um bis zu sechs Stunden verschieben. Beim Hochwasser in der Nacht auf Freitag werde ein Stand zwischen 2,25 und 3,0 Meter über normal erwartet, teilte der Niedersächsische Küstenschutz mit.

Österreich wird nur gestreift

Während in Europas Norden mit Sperren von Flughäfen, Fährverbindungen und Straßen zu rechnen sind, muss man sich hierzulande lediglich auf etwas Schneefall vorbereiten. Vor allem von Freitag bis Sonntag schneit es an der Nordseite der Alpen verbreitet, vom Bregenzerwald über das Salzkammergut bis zum Mostviertel. Die ZAMG erwartet in den Tälern zehn bis 30 Zentimeter Neuschnee, auf den Bergen um die 50 Zentimeter. Im Flachland, von Linz über Wien bis Eisenstadt, kommen maximal ein bis fünf Zentimeter Neuschnee zusammen. Der Wind ist stark bis stürmisch. Kaum schneien wird es in den nächsten Tagen im Süden Österreichs. Hier scheint auch zeitweise die Sonne.

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