Lower Manhattan is visible through a closed chock on the Staten Island Ferry, in New York's Upper Bay, Tuesday, June 11, 2013. Giant removable floodwalls would be erected around lower Manhattan, and levees, gates and other defenses would be built elsewhere around the city under a nearly $20 billion plan proposed Tuesday by Mayor Michael Bloomberg to protect New York from storms and the effects of global warming. (AP Photo/Richard Drew)

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Klimawandel
06/12/2013

New York wappnet sich gegen Wetterextreme

Um 20 Milliarden Dollar soll die Metropole vor Klimakatastrophen geschützt werden.

Sturm "Sandy" hat im Vorjahr eindrücklich vor Augen geführt, dass Wetterextreme auch vor New York nicht Halt machen. Bürgermeister Michael Bloomberg will deshalb die Ostküstenmetropole mit Deichen, künstlichen Stränden und Investitionen in die Energieinfrastruktur gegen steigende Pegel und immer heißer werdende Sommer rüsten. Kostenpunkt: 20 Milliarden Dollar (15,1 Milliarden Euro). Viele halten dies für zu teuer. Doch allein die Folgekosten durch Sandy summierten sich in New York bereits auf 19 Milliarden Dollar. Durch den Hurrikan kamen vergangenen Herbst mehr als 100 Menschen in New York, New Jersey und Connecticut ums Leben. Millionen Menschen mussten ohne Strom ausharren.

Aus einer im Auftrag der Stadt zeitgleich veröffentlichten Untersuchung zu den Folgen der Erderwärmung ging zudem hervor, dass die Meerespegel rund um New York City in den nächsten 40 Jahren um mindestens 60 Zentimeter steigen könnten. Die Zahl der besonders heißen Sommertage wird sich verdoppeln oder sogar verdreifachen.

Als Reaktion darauf präsentierte Bloomberg am Dienstag seinen von Experten als ehrgeizig eingestuften, gut 400-seitigen Maßnahmenkatalog zur Rettung New Yorks vor dem drohenden Klimawandel. Die Stadt könne entweder "nichts tun" und sich und die Menschen damit einer steigenden Zahl von Stürmen des Formats "Sandy" aussetzen, die für immer mehr Schäden sorgten. "Oder wir können die nötigen Gelder investieren für ein stärkeres, widerstandsfähigeres New York." Die Summen würden sich in den kommenden Jahren um ein Vielfaches auszahlen.

Sturmbarrieren und Stadtstrände

Der Katalog umfasst etwa 250 Empfehlungen: Vom Bau von Sturmbarrieren über Flutmauern hin zur Aufrüstung der Strom- und Telekom-Netze. Für Hausbesitzer sind Kredite im Volumen von 1,2 Milliarden Dollar vorgesehen, um Gebäude nachzurüsten. Das Gesicht der Acht-Millionen-Metropole am Wasser könnte sich zudem vollständig wandeln, denn eventuell entsteht eine "Seaport City" an der Grenze zur East Side. Auch für New Yorker Verhältnisse ungewöhnlich anmutende Ideen enthält das Programm: Neue Stadtstrände und Dünen mit Bepflanzung sollen als natürliche Barrieren gegen Sturmfluten wirken .

Einige von Bloombergs Vorschlägen könnten schon dieses Jahr umgesetzt werden - die meisten sind aber sehr langfristige Maßnahmen, die weit über die Amtszeit von Bloomberg hinausgehen. Er ist nur noch 200 Tage Amt. "Dies ist ein Aufruf an die nächste Regierung und die danach", sagte der frühere Chef der New Yorker Hafenbehörde, Chris Ward. Zumal die Finanzierung bisher nicht gänzlich gesichert ist.

Mit dem Milliarden-Klima-Plan könnte Bloomberg sich aber für die Obama-Nachfolge empfehlen. Der mittlerweile parteilose, frühere Republikaner gilt als Verfechter einer prononcierten Klimapolitik. Er hat dies unter anderem in Meinungsbeiträgen für die von ihm gegründete Finanznachrichtenagentur Bloomberg kundgetan. Vor der Präsidentenwahl Ende 2012 hatte er sich explizit für Obama ausgesprochen - wegen dessen Klimapolitik.

Rückblende: Manhattan ohne Strom

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