Chronik | Welt
24.10.2017

Nach über 30 Jahren: Spur zur "Killerbande von Brabant"

Geständnis auf dem Sterbebett könnte entscheidender Hinweis sein. Die sogenannte Killerbande tötete in den 80ern 28 Menschen auf Supermarkt-Parkplätzen.

Nach dem Geständnis eines früheren Polizisten auf dem Sterbebett könnte die blutigste Mordserie in Belgien nach mehr als 30 Jahren womöglich endlich aufgeklärt werden. In den Jahren 1982 bis 1985 hatte eine Bande im Großraum Brüssel in der Provinz Brabant auf Supermarkt-Parkplätzen insgesamt 28 Menschen getötet und hunderte weitere verletzt.

Die Angreifer, die als " Killerbande von Brabant" bekannt wurden, konnten bis heute nicht gefasst werden. Wie am Montag aus Justizkreisen verlautete, sagte allerdings vor ein paar Monaten der Bruder eines Ex-Polizisten aus, dieser habe ihm 2015 auf dem Sterbebett anvertraut, dass er der Anführer der Bande gewesen sei. Der Generalstaatsanwalt der südbelgischen Stadt Mons, Ignacio de la Serna, berichtete, die offizielle Erklärung des Bruders gegenüber der Polizei werde "sehr ernst" genommen. Es gebe nun einen "großen Schub, nach diesen Enthüllungen voranzukommen".

Die Tochter eines der 28 Todesopfer, Patricia Finne, sprach gegenüber belgischen Medien von "der ersten wirklich ernsthaften Enthüllung seit 30 Jahren". "Ich hoffe sehr, dass das zur Enttarnung des Restes der Bande führen wird, ob sie nun tot sind oder lebendig."