Chronik | Welt
19.03.2018

Nach Paketbomben-Anschlägen wieder Explosionen in Austin

Die Polizei hält Hassverbrechen für möglich.

Nach mehreren Paketbomben-Anschlägen sind am Sonntagabend (Ortszeit) in der US-Stadt Austin erneut zwei Menschen bei einer Explosion verletzt worden. "Wir nehmen an, dass dies in Zusammenhang mit den anderen Bombenanschlägen steht, die sich in den vergangenen eineinhalb Wochen in unserer Gemeinde ereignet haben", teilte Austins Polizeichef Brian Manley in der Nacht auf Montag (Ortszeit) mit.

Nach ersten Erkenntnissen explodierte ein Paket, das am Straßenrand zurückgelassen worden war. Es sei möglich, dass die Detonation durch einen Stolperdraht ausgelöst wurde, sagte Manley. Dies könne aber noch nicht abschließend bestätigt werden, da die Polizei in der Nacht nicht mit der Untersuchung des Tatorts beginnen konnte. Medienberichten zufolge handelt es sich bei den Verletzten um zwei Männer in den Zwanzigern.

93.000 Euro Belohnung

In der ersten März-Hälfte waren in der texanischen Hauptstadt bei der Explosion von drei Paketbomben ein Mann sowie ein Teenager getötet und zwei Frauen verletzt worden, eine von ihnen schwer. Sie ist hispanischer Abstammung, die anderen Opfer sind Afroamerikaner. Daher hält die Polizei Hassverbrechen für möglich, schließt aber auch andere Motive nicht aus.

Im Gegensatz zur vierten Explosion am Sonntag waren dabei die Pakete an Türschwellen zurückgelassen worden. Das FBI und weitere Behörden setzten bis zu umgerechnet rund 93.000 Euro Belohnung für Hinweise auf die Täter aus.