Chronik | Welt
07.06.2017

Myanmar: Flugzeug mit über 100 Personen an Bord abgestürzt

Teile der vermissten Militärmaschine wurden bereits gefunden.

Im südostasiatischen Staat Myanmar ist am Mittwoch offenbar eine Militärmaschine mit mehr als 100 Menschen an Bord abgestürzt. Das Flugzeug verschwand nach Angaben des Militärs im Südosten des Landes gegen 13.00 Uhr Ortszeit (8.30 Uhr MESZ) aus ungeklärter Ursache von den Radarschirmen.

Teile des Flugzeugs seien am Mittwochabend (Ortszeit) rund 218 Kilometer von der Hafenstadt Dawei in der Adamanensee entdeckt worden, sagte ein Armeevertreter. An Bord der Maschine waren nach neuen Angaben des Militärs 14 Besatzungsmitglieder und 106 Passagiere. Bei ihnen handelte es sich demnach um Soldaten der Luftwaffenbasis von Myeik und Familienmitglieder, darunter auch mehr als ein Dutzend Kinder.

Der Militärchef des Landes, General Min Aung Hlaing, bestätigte auf seiner Facebook-Seite, dass die Maschine vermisst wird. Demnach war das Flugzeug auf dem Weg von Myeik in die ehemalige Hauptstadt Rangun. Der letzte Kontakt zu der Maschine soll um 13.06 Uhr Ortszeit bestanden haben.

Zum Zeitpunkt des Verschwindens befand sich das Flugzeug rund 30 Kilometer westlich der Hafenstadt Dawei über der Andamanensee. Schiffe und Flugzeuge seien auf der Suche nach der vermissten Maschine, hieß es in der Erklärung weiter.

"Ich denke, es muss einen technischen Fehler gegeben haben", sagte der Vertreter. "Hier herrscht schönes Wetter." Bei der Maschine handelt es sich um ein Transportflugzeug des chinesischen Herstellers Shaanxi, eine sogenannte Shaanxi Y-8. Die Maschine basiert auf einer Baureihe der älteren sowjetischen Antonow-Maschinen.