Chronik | Weltchronik
06.02.2018

Mordverdächtiger Erfinder Madsen bleibt bis zum Prozess in U-Haft

FILE - This is a Sunday, Aug. 13, 2017, file photo of police technicians board Peter Madsen's submarine UC3 Nautilus on a pier … © Bild: AP/Jacob Ehrbahn

Der mutmaßliche Mörder ließ die U-Haft freiwillig verlängern. Der erste Verhandlungstermin ist für 8. März angesetzt.

Der wegen Mordes angeklagte dänische Erfinder Peter Madsen bleibt bis zum Prozessbeginn im März im Gefängnis. Er habe seine U-Haft freiwillig verlängern lassen, sagte seine Anwältin der Zeitung "Ekstra Bladet". "Wir hoffen natürlich auf einen fairen und gerechten Prozess", betonte sie. Die erste Verhandlung ist für 8. März angesetzt.

Eigentlich hätte ein Gericht am Mittwoch über die Verlängerung der U-Haft entscheiden sollen. Madsen war diesen Entscheidungen zuletzt mehrfach durch freiwillige Verlängerungen aus dem Weg gegangen.

Lebenslange Haft gefordert

Dem 47 Jahre alten Dänen wird vorgeworfen, die schwedische Journalistin Kim Wall im Sommer an Bord seines selbstgebauten U-Bootes missbraucht, gefoltert und getötet zu haben. Die Staatsanwaltschaft verlangt lebenslange Haft oder Sicherungsverwahrung. Madsen selbst spricht von einem Unfall.

Die Leiche der jungen Frau wurde - zerstückelt und mit mehreren Messerstichen im Unterleib - im Meer gefunden. Madsen gab nach einiger Zeit zu, den Körper zerteilt und über Bord geworfen zu haben, bestreitet aber weiterhin einen Mord.