Chronik | Welt
25.05.2017

Mittelmeer: 35 Leichen nach Unglück geborgen

Mindestens 35 Menschen starben beim Unfall eines Flüchtlingsbootes, darunter Kinder. 2.100 Migranten bei elf Einsätzen am Mittwoch in Sicherheit gebracht

Nach dem neuen Flüchtlingsdrama im Mittelmeer am Mittwoch sind 35 Leichen geborgen worden. Unter den Toten befanden sich auch mehrere Kinder, teilte die italienische Küstenwache am Donnerstag mit. Insgesamt befanden sich 500 Flüchtlinge an Bord des vor der libyschen Küste gekenterten Schiffes.

Insgesamt wurden am Mittwoch 2.100 Migranten bei elf verschiedenen Einsätzen unter Regie der italienischen Küstenwache in Sicherheit gebracht. Daran beteiligten sich auch Schiffe verschiedener Hilfsorganisationen.

Rund 51.000 Flüchtlinge erreichten seit Jahresbeginn Italien, das sind 42 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2016, teilte das Innenministerium mit. Italien versorgt zurzeit rund 180.000 Menschen in seinen Flüchtlingseinrichtungen.