128 Kältetote in Russland

A worker breathes in the open air as he lays a cab
Foto: Reuters/MAXIM SHEMETOV In Russland ist es derzeit so kalt, wie seit Jahrzehnten nicht mehr.

Mehr als 1.700 Kälteopfer mussten medizinisch versorgt werden.

Wegen des anhaltenden starken Frosts in weiten Teilen Russlands ist die Zahl der Kältetoten laut Medienberichten auf mindestens 128 gestiegen. Mehr als 900 Menschen würden derzeit mit Erfrierungen in Kliniken versorgt, meldete die Agentur Interfax am Mittwoch unter Berufung auf Gesundheitsbehörden. Allein seit Dienstag seien zwei Menschen gestorben - einer im Gebiet Orenburg am Südural und einer im Gebiet Uljanowsk an der Wolga - sowie 40 Kälteopfer in Krankenhäuser gebracht worden.

In Moskau näherten sich unterdessen die Temperaturen dem Plusbereich - ein Anstieg um rund 20 Grad binnen zweier Tage. Die Behörden warnten jedoch vor gefährlichem Eisregen.

A dog runs past a Soviet-era tank in Stavropol Foto: Reuters/EDUARD KORNIYENKO

Kaum Notunterkünfte

Kritiker bemängeln, dass für Obdachlose kaum Notunterkünfte bereitstehen. In mehreren Gegenden östlich des Urals herrschte weiter schwerer Frost weit unter minus 30 Grad. Für Moskau sagten Meteorologen allerdings einen deutlichen Temperaturanstieg voraus.

Zugleich warnte das Zivilschutzministerium vor Gefahren aufgrund des milderen Wetters. Vor allem tauende und herabfallende Eiszapfen an Dächern sowie Blitzeis auf den Straßen seien eine Gefahr.

A couple embrace in a park with snowy trees seen a Foto: Reuters/EDUARD KORNIYENKO

In der südsibirischen Teilrepublik Tuwa gingen die Reparaturarbeiten an einem kaputten Heizkraftwerk weiter. Ein Flugzeug des Zivilschutzes brachte Dutzende Heizöfen in die Region an der Grenze zur Mongolei, in der seit Tagen Temperaturen unter minus 40 Grad herrschen. Republikchef Scholban Kara-ool bat die Zentralregierung um zusätzliches Geld für den Bau eines modernen Kesselhauses, das dem harten Wetter besser standhalten könne.

(apa, dpa / js) Erstellt am
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