Chronik | Welt
27.02.2018

Minus 30 Grad auf der Zugspitze, Schnee in Neapel

Eisiger Winter in Europa: Kälterekord auf der Zugspitze. Heftiger Schneefall in Süditalien. Verkehrsbehinderungen in Großbritannien.

Einen Kälterekord hat der Winter in der Nacht auf Dienstag auf der Zugspitze gebracht. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach wurden minus 30,5 Grad auf Deutschlands höchstem Gipfel gemessen - der niedrigste Wert des Jahres.

Bayern hat insgesamt wieder eine frostige Nacht erlebt. In nahezu allen Regionen des Freistaats lagen die Temperaturen im zweistelligen Minusbereich. Am kältesten war es nach Angaben eines DWD-Meteorologen am Alpenrand (Oberstdorf: minus 17,3 Grad) und in Oberfranken (Wunsiedel: minus 16,3 Grad).

In den kommenden zwei Tagen soll es nach Einschätzung des Wetterexperten frostig-kalt bleiben. Sollten die Nächte sternenklar werden und Wind dazu kommen, könnten die Temperaturen noch weiter fallen. Erst zum Wochenende soll es wieder wärmer werden.

"The Beast from the East" fordert Flugausfälle

Schnee und Eis haben am Dienstag in Teilen Großbritanniens den Verkehr stark behindert. Hunderte Züge fielen wegen der "Bestie aus dem Osten" ("The Beast from the East") - so nennen die Briten scherzhaft das derzeit frostige Wetter - im Vereinigten Königreich aus. Viele Straßen mussten gesperrt werden; Ursachen waren meist Unfälle und liegen gebliebene Lastwagen.

British Airways strich am Flughafen Heathrow Dutzende Flüge. Etliche Schulen blieben geschlossen. Die Meteorologen sagten für große Teile des Landes noch mehr Schnee voraus, so in Schottland und Ostengland.

Einigen Hartgesottenen machte das Winterwetter überhaupt nichts aus: So gingen Mitglieder des Schwimmclubs Brighton in Südengland wie jeden Tag im Meer baden - bei vier Grad Wassertemperatur.

>>> Wien: Matratzen und Tee gegen die Kälte

>>> Kältewelle: Wie Wien friert

Italien: Flüge gestrichen, Schulen geschlossen

Heftiger Schneefall hat am Dienstag Neapel lahmgelegt. Die Schulen wurden geschlossen, der Flugverkehr kam zum Erliegen. Neapolitaner posteten Fotos des angeschneiten Vesuvs. Zum letzten Mal hatte Süditaliens größte Stadt 1956 einen derart starken Schneefall erlebt.

In Rom blieben auch am Dienstag die Schulen geschossen, nachdem es am Montag stark geschneit hatte. Zuvor hatte es zuletzt 2012 in der Ewigen Stadt Schneefall gegeben. In der Nacht auf Dienstag fegte auch ein sibirischer Sturm durch Rom. Danach wurde Glatteis auf den verschneiten Straßen befürchtet.