© EPA/ETTORE FERRARI

Überwachung
10/15/2013

400 Flüchtlinge vor Malta gerettet

Flüchtlingswelle: Allein in der Nacht auf Dienstag wurden vier Boote an Land gebracht.

Die Zahl der Menschen, die versuchen, von der libyschen Küste nach Europa zu gelangen, wird immer größer. In der Nacht auf Dienstag sind mehr als 400 Flüchtlinge in vier „Rettungsaktionen“ von der italienischen Küstenwache an Land gebracht worden. Ein Boot mit ca. 250 Eritreern an Bord wurde in demselben Gebiet zwischen Malta und der Insel Lampedusa entdeckt, in dem am Freitag mindestens 38 Flüchtlinge ertrunken sind.

Der Regierungschef Maltas, Joseph Muscat, sagte am Dienstag, dass sich möglicherweise viel mehr Menschen auf dem gesunkenen Boot befunden haben. Das ergab eine Befragung der Geretteten. Doch deren Angaben liegen weit auseinander. Demnach könnten 50 bis 200 Menschen ertrunken sein.

Sowohl Malta als auch Italien ersuchten die EU um Hilfe. Italien hat bereits angefangen, das Mittelmeer verstärkt zu überwachen. Mit Schiffen, Flugzeugen, Helikoptern und Drohnen wird auf dem Mittelmeer, zwischen Malta, Sizilien und der nordafrikanischen Küste, mit Nachtsichtgeräten nach Booten gesucht. Verteidigungsminister Mario Mauro sagte, die „Überwachungs- und Rettungsmaßnahmen auf offenem Meer“ sollen „die Sicherheit erhöhen“.

Heuer wurden bereits 25.000 Flüchtlinge von der Küstenwache oder anderen Einheiten an Land gebracht. 35.085 sind insgesamt seit Jänner in Süditalien angekommen, darunter 9805 Syrer, 8843 Eritreer, 3140 Somalier und 1058 Menschen aus Mali. Abgefahren sind die meisten aus Libyen.

„Wir wissen, dass in Libyen eine Organisation aktiv ist, die für hohe Summen gefährliche Meeresfahrten organisiert“, sagt Renato Di Natale, jener sizilianische Staatsanwalt, der nach der Flüchtlingstragödie vom 3. Oktober Ermittlungen wegen Menschenhandels in die Wege geleitet hat.

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