Chronik | Welt
10.04.2017

Malala: Ikone für Bildung von Mädchen in aller Welt

Die 19-Jährige wird jüngste UN-Friedensbotschafterin aller Zeiten.

Am 9. Oktober 2012 nahm das Leben der Malala Yousafzai eine dramatische Wende. Ein Taliban-Extremist schoss dem Mädchen im pakistanischen Swat-Tal in den Kopf. Er wollte Malala töten - und machte sie zur weltweiten Ikone. Sie kämpfte um ihr Leben und gewann. Inzwischen hat Malala vor den Vereinten Nationen gesprochen, mit dem damaligen US-Präsidenten Barack Obama im Weißen Haus und mit Queen Elizabeth II. im Buckingham Palast geredet. Schauspielerin Angelina Jolie, die sich selbst stark sozial engagiert, kam in Malalas Wahlheimat Birmingham, um mit ihr Tee zu trinken.

Die Schülerin und Buchautorin ("I am Malala") hat zahlreiche Auszeichnungen erhalten - als Krönung 2014 den Friedensnobelpreis. In der Zukunft will sie eine "gute Politikerin" werden. Jetzt wird die 19-Jährige die jüngste UN-Friedensbotschafterin aller Zeiten. Malala war schon im Alter von elf Jahren bekannt. Unter einem Pseudonym hatte sie für die BBC ein Tagebuch geführt - über das Leben unter dem Gesetz der Scharia und das Morden in ihrer Heimat, dem Swat-Tal. Die Bergregion war lange in der Hand der Taliban. Deren radikal-islamische Lehre stellt Bildung für Frauen unter Strafe. Malalas Vater Ziauddin, der eine Schule im Swat-Tal betreibt, schickte sie dennoch in den Unterricht. Die Gotteskrieger fühlten sich so sehr provoziert, dass sie ihren Schulbus überfielen.