Chronik | Welt
03.02.2018

Los Angeles: Schüsse an Schule vermutlich Unfall

Die Pistole war im Rucksack einer Zwölfjährigen und soll unabsichtlich abgefeuert worden sein.

Eine vermeintliche Schießerei, bei der in einer Schule in Los Angeles zwei 15-Jährige verletzt wurden, war nach Polizeiangaben vermutlich ein Unfall. Die halbautomatische Pistole habe sich im Rucksack einer zwölfjährigen Schülerin befunden und sei unabsichtlich abgefeuert worden, teilte die Polizei am Freitag (Ortszeit) mit.

Dem festgenommenen Mädchen wird nun unerlaubter Waffenbesitz und das Mitnehmen einer Waffe in die Schule zur Last gelegt. In der Salvador-Castro-Schule in der Westküstenmetropole war am Donnerstag ein 15-Jähriger durch eine Kugel schwer am Kopf verletzt worden. Ein gleichaltriges Mädchen wurde am Handgelenk getroffen. Ein Polizist sagte dem Radiosender KNX Newsradio, vermutlich habe eine Kugel zunächst das Handgelenk des Mädchens durchschlagen und dann den Jungen am Kopf getroffen.

Unklar war zunächst, wie die Zwölfjährige die Waffe mit in die Schule bringen konnte. Schießereien kommen an US-Schulen regelmäßig vor, dabei gibt es auch immer wieder Tote. Erst vor rund zehn Tagen hatte im Bundesstaat Kentucky ein 15-jähriger Angreifer zwei Gleichaltrige erschossen. 17 weitere Menschen wurden verletzt.