Chronik | Welt
24.06.2017

London: Bereits 34 Hochhäuser bei Brandschutz-Tests durchgefallen

Sorge um leicht entflammbare Fassadenverkleidung.

Nach der Brandkatastrophe im Londoner Grenfell-Tower sind bereits 34 Hochhäuser in England bei den Sicherheitstests zum Brandschutz durchgefallen. Betroffen seien auch Städte wie Manchester und Portsmouth, teilte die britische Regierung am Samstag mit. Von insgesamt 13 Gebäuden soll die Fassadenverkleidung sofort entfernt werden.

In der Nacht auf Samstag waren bereits in London 650 Wohnungen in fünf Hochhäusern geräumt worden, nachdem sich herausgestellt hatte, dass sie eine ähnliche leicht entflammbare Fassadenverkleidung haben wie der ausgebrannte Grenfell Tower.

In der Früh durften die Bewohner eines der Hochhäuser nach einer Prüfung durch die Feuerwehr wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Ein weiteres Mietshaus musste am Samstag im Westen Londons nach einem Brand evakuiert werden. Die Feuerwehr konnte ihn jedoch rasch unter Kontrolle bringen.
Nach dem verheerenden Brand vor eineinhalb Wochen im Grenfell Tower ergab eine Überprüfung sämtlicher Sozialbauten, dass 600 Gebäude allein in England eine ähnliche Fassadenverkleidung haben. Die Regierung wies daraufhin die Hausverwaltungen an, zusätzliche Brandschutz-Überprüfungen vorzunehmen.

Bei dem Brand in London waren in der Nacht auf 14. Juni mindestens 79 Menschen ums Leben gekommen. Nach Erkenntnissen der Ermittler wurde das Feuer durch einen defekten Kühlschrank ausgelöst. Die Flammen hatten sich rasend schnell über die Fassade ausgebreitet. Es stellte sich heraus, dass die Fassadenverkleidung aus leicht brennbarem Material bestand.